Scheidenpilz (Candida albicans) – Hausmittel und natürliche Tipps gegen Vaginalpilz

Scheidenpilz (auch Vaginalmykose genannt) ist eine äußerst lästige, aber ungefährliche Angelegenheit. Sehr viele Frauen sind davon betroffen und nicht selten kann so eine Infektion immer wieder kommen oder sogar chronisch werden. Was sind die Ursachen von Scheidenpilz (Candida albicans) und was hilft wirklich? Natürliche und nachhaltige Tipps.

Scheidenpilz: Was ist das?

Bei Scheidenpilz (Vaginalpilz) handelt es sich um eine Pilzinfektion der Schleimhaut der Vulva und Vagina der Frau. Als häufigster Erreger von Vaginalpilz findet sich der Hefepilz Candida albicans, eine Pilzart, die auf Haut und Schleimhäuten natürlicherweise vorhanden ist. Nur wenn er sich z. B. durch ein geschwächtes Immunsystem übermäßig vermehrt, kommt es zu einer Scheidenpilzinfektion. Je nach Ursache kann parallel dazu auch der Candida-Pilz des Darms überhandnehmen[1]. Hier können Verdauungsprobleme und vermehrte Müdigkeit darauf hinweisen.

Wie kann ich Scheidenpilz erkennen?

Zu den unangenehmen Scheidenpilz Anzeichen gehören: Hell weißlicher (auch oft bröckeliger) bis gelblicher Scheidenpilz Ausfluss, Ausschlag, Brennen durch die Reizung und Entzündung der Haut und Schleimhaut, beständiger Juckreiz, Schmerzen durch Risse und Schäden auf der Schleimhaut sowie Rötungen und Schwellungen. So eine Infektion ist unangenehm, jedoch nicht gefährlich. Wichtig ist nur, abzuklären, dass es ein Vaginalpilz ist und keine bakterielle Vaginose. Im Zweifelsfall sollte man das immer vom Arzt untersuchen lassen.

Unterschied zwischen Scheidenpilz und Vaginose

Ein Pilz ist weiß-bröckelig und riecht eher neutral. Bei einer bakteriellen Infektion wird der Ausfluss gelblich-grünlich und riecht unangenehm fischig. Eine Vaginose kann gefährlich werden und bis zur Unfruchtbarkeit führen, daher ist ein Arztbesuch notwendig.

Was ist die Ursache von Scheidenpilz?

Im Grunde ist es immer eine ungünstige Verschiebung des pH-Wertes der Schleimhaut, sodass die guten Milchsäurebakterien geschwächt werden und der Pilz, der an sich ein natürlicher Bestandteil der Scheidenflora ist, so richtig „aufblüht“. Die Ursachen für das Ungleichgewicht des Scheidenmilieus können vielfältig sein:

  • Geschwächtes Immunsystem
  • Hormonelle Veränderungen
  • Hormonelle Schwankungen in den Tagen vor der Regel
  • Die Antibaby-Pille und andere hormonelle Verhütungsmethoden
  • Eine gestörte Darmflora
  • Stress
  • Psychische Belastungen
  • Zuckerreiche Ernährung; Übersäuerung des Organismus
  • Medikamenteneinnahme, wie beispielsweise Antibiotika
  • Parfümierte Slipeinlagen oder Binden; Intimsprays
  • Luftundurchlässige Slipeinlagen oder Slips aus nicht atmungsaktiven Synthetikfasern, die zu einem Wärme- und Feuchtigkeitsstau führen, den der Pilz liebt.
  • Chloriertes Wasser in Schwimmbädern
  • Verwendung von Rasierschaum, der nicht für den Intimbereich geeignet ist.
  • Übertriebene Hygiene: Aggressive Duschgels, parfümiertes feuchtes Toilettenpapier, heiße Bäder, häufige Intimspülungen oder Intimduschen, aber auch bloßes, zu häufiges Waschen stört das empfindliche Gleichgewicht der Scheidenflora. Verwende zum Waschen reines Wasser oder eine spezielle seifenfreie Intimwaschlotion, die die Hautflora unterstützt.

Scheidenpilz Behandlung

Medizinische Behandlung

Vom Arzt werden üblicherweise Scheidenzäpfchen und Cremen mit antimykotischen Wirkstoffen verschrieben. Diese töten die Pilzsporen und verschonen die guten Bakterien. Zur nachträglichen Pflege der Scheidenflora werden meist Zäpfchen oder Kapseln mit Milchsäurebakterien verordnet. Diese Maßnahmen können dem Pilz sehr schnell den Gar aus machen, nur leider beseitigen sie die Ursachen nicht. Wenn diese nach wie vor bestehen, lässt eine erneute Infektion oft nicht lange auf sich warten.

Eine Feder auf einem hellen Hintergrund als Sujetbild für Scheidenpilz (Candida Albicans) und weitere Frauenthemen

Ideal wäre bei einer starken Scheidenpilzinfektion die Kombination schulmedizinischer und ganzheitlicher Maßnahmen (siehe unten). Bei leichter Vaginalmykose genügen natürliche Maßnahmen meist völlig.

Wenn Pilzinfektionen der Scheide immer wiederkehren, trotz der Anwendung geeigneter Vorsorge und Behandlung, solltest du einen Arzt aufsuchen. Neue Studien zeigen, dass es in dem Fall sein kann, dass es kein Befall mit Candica albicans ist, sondern mit einer der anderen Candida-Arten, die seltener sind, aber sich oft auch schlechter therapieren lassen.

Scheidenpilzbehandlung des Partners

Die parallele Behandlung des Partners mit einer antimykotischen Creme wird ebenfalls empfohlen. Obwohl der Penis nicht unbedingt das ideale Milieu für den Pilz bietet, können sich Pilzsporen dennoch festsetzen (im Bereich der Vorhaut). Da der Pilz beim Mann kaum bis keine Symptome macht, muss einfach auf Verdacht mit behandelt werden. Ansonsten kann es zu einer Rück-Ansteckung kommen. Zur richtigen Intimhygiene gibt es weiter unten auch Tipps für den Mann.

Kann Scheidenpilz von alleine wieder weg gehen?

Nicht jede Vaginalmykose muss medikamentös behandelt werden. Ein starkes Immunsystem ist in der Lage, den Pilzbefall selbstständig zu bekämpfen. Dennoch sind die weiter unten angeführten Maßnahmen zur Vorbeugung der Erkrankung empfohlen.

Wie kann ich wiederkehrendem Scheidenpilz vorbeugen?

Ganzheitliche Maßnahmen zur Wiederherstellung eines gesunden Körpermilieus bringen auch unsere Schleimhäute in ihr Gleichgewicht und krankheitserregende Bakterien und Pilze haben es dann schwer, dort zu gedeihen. Im Folgenden findest du sowohl ganzheitliche Maßnahmen, wie z.B. die richtige Ernährung bei Pilzanfälligkeit, als auch konkrete Tipps für die Intimhygiene.

Richtige Reinigung und Pflege des Intimbereichs

Prinzipiell genügt es, den äußeren Genitalbereich, also die Vulva und den Scheideneingang, zu waschen. Die Vulva besteht aus äußeren und inneren Schamlippen, Venushügel und Klitoris. Die Scheide bzw. Vagina bezeichnet die Körperöffnung und den inneren Bereich, den Schlauch, der zur Gebärmutter führt. Diesen inneren Bereich, sollte man nicht waschen, außer es ist wegen einer Infektion eine Scheidenspülung angezeigt. Eine gesunde Scheide reinigt sich im Prinzip selbst und regelmäßige Spülungen könnten die Scheidenflora empfindlich stören. Das belegen auch aktuelle Studien, die zeigen, dass Vaginalspülungen das Risiko für Scheideninfektionen und Vaginalmykose erhöhen können.

Zum Waschen des Intimbereichs sollte man auf keinen Fall normale Seifen oder Duschgels verwenden, sondern entweder reines Wasser oder spezielle Intimwaschlotionen. Hier empfiehlt sich z.B. dieses Set oder dieses Einzelprodukt (*Werbung/Affiliate Link zu Amazon). Mit denen kann man übrigens auch sehr gut die Intimrasur durchführen. Die milde Lotion macht die empfindliche Haut geschmeidig, verhindert rote Punkte nach der Rasur und schont vor allem die Schleimhäute, für die ein herkömmlicher Rasierschaum viel zu aggressiv ist und sich der Kontakt kaum vermeiden lässt.

Im Anschluss an die Wäsche und Rasur sollte der gesamte Bereich sanft aber gründlich abgetrocknet werden. Man kann dies mit einem sauberen Handtuch machen, welches man nur für den Intimbereich benutzt und auch alle paar Tage wechselt, oder man nimmt z.B. eine Küchenrolle oder Taschentücher. Um keine Darmbakterien zu verschleppen, sollte man die Intimregion immer von vorne nach hinten abtrocknen (auch die Reinigung nach dem WC-Besuch muss von vorne nach hinten erfolgen). Nach dem Waschen und Abtrocknen sind pflegende Intimgels zu empfehlen, die frei von jeglichen reizenden Zusatzstoffen sind.

Man trägt das Gel auf den gesamten äußeren Genitalbereich (Vulva) auf. Der Vorteil bei der Verwendung eines solchen Gels ist, dass man dadurch Beschwerden wie Trockenheit, Juckreiz, Reizungen oder Geruchsbildung vorbeugt. Außerdem habe ich selbst bemerkt, dass es auch gerade der frisch rasierten Haut sehr gut tut. Ich verwende für meine Intimpflege sehr gerne Produkte mit Teebaumöl, welches bekannt ist für seine heilende Wirkung für Haut und Schleimhaut.

Speziell seine pilzabtötende Wirkung hält auch den Scheidenpilz fern bzw. hilft bei dessen Behandlung.

Männer sollten darauf achten, den Penis täglich auch unter der Vorhaut zu reinigen. Etwaige Ablagerungen, Smegma genannt, stehen in Verdacht, Infektionen durch Pilze aber auch HP-Viren hervorzurufen und sollten immer gründlich entfernt werden. Auch hier kann die Teebaumöl-Waschlotion verwendet werden.

Besondere Hygiene bei Scheidenpilz

Candida albicans wird erst bei 60° C in der Waschmaschine vollständig abgetötet. Handtücher, Waschlappen und Unterwäsche sollte also mit Programmen über 60° C gewaschen werden. Man sollte auch darauf achten, nach dem Eincremen, Einführen von Tampons oder sonstigen Berührungen des Scheidenbereichs während einer Pilzinfektion gründlich die Hände zu waschen. Es ist auch zu empfehlen, die Scheide nach dem Waschen mit Taschentüchern oder Küchenrolle abzutrocknen, damit man sich bei der mehrmaligen Verwendung eines Handtuchs nicht immer wieder neu infiziert bzw. den Pilz weiter am Körper verteilt.

Achtung bei Tampons und Binden

Herkömmliche Tampons und Binden enthalten Chemikalien für mehr Saugfähigkeit sowie Pestizide, mit denen die Baumwolle behandelt wurde. Diese Substanzen schaden der Schleimhaut und den Bakterien und gehen außerdem auch in den Organismus über. Hygieneartikel in Bio-Qualität müssen nachweislich frei von diesen Schadstoffen sein. Bei Tampons besteht aber außerdem noch eine andere Problematik: Sie saugen nicht nur das Menstruationsblut auf, sondern auch die Bakterienflora.

Sie reduzieren somit die Milchsäurebakterien und trocknen die Schleimhaut aus. Wer also sehr empfindlich ist, sollte gar keine Tampons benutzen. Eine Alternative ist die Menstruationskappe aus medizinischem Silikon. Sie gibt keine Schadstoffe ab und schont die Scheidenflora.

Lass deine Scheide atmen!

Dieser Punkt ist wichtiger als man denkt. Meist läuft man den ganzen Tag mit engen Jeans herum, darunter ein sexy Synthetik-Slip und darin noch eine Slipeinlage mit einem luftdichten Wäscheschutz unten dran. Damit schafft man das perfekte warm-feuchte Klima, in dem man gut Pilze züchten kann. Optimal wären locker sitzende Baumwollhöschen mit einer atmungsaktiven Bio-Slipeinlage und darüber ein Rock oder eine weite Hose.

Wer absolut nicht auf enge Hosen verzichten mag, sollte zumindest auf atmungsaktive Materialien achten. Zu Hause und vor allem nachts kann man seiner Scheide aber auf jeden Fall die wohltuende Belüftung gönnen.

Aufbau einer gesunden Scheidenflora

Die Bakterienwelt der Scheide ist maßgeblich für Gesundheit oder Krankheit der Scheide verantwortlich. Eine gesunde Scheidenflora steht in engem Zusammenhang mit Ernährung und einer intakten Darmflora (siehe unten). Man kann aber auch direkten Einfluss auf die Besiedelung der Scheidenschleimhaut nehmen, indem man Milchsäurebakterien in die Scheide einführt. Döderlein-Scheidenzäpfchen sind hier wohl die bekanntesten Präparate und auch durchaus zu empfehlen.

Sowohl vorbeugend als auch bei einer akuten Vaginalmykose können Döderlein-Zäpfchen laut zahlreicher Studien zu einer gesunden Scheidenflora beitragen. Du bekommst sie in jeder Apotheke. Es gibt außerdem gute Scheidengels, die die körpereigenen Milchsäurebakterien fördern, Beschwerden lindern und die Schleimhaut sehr gut pflegen. Aktuelle Studien zeigen in Bezug auf verschiedene Therapeutika: Jede Scheidenflora ist anders und jede Frau kann unterschiedlich gut auf die jeweiligen enthaltenen Mikroorganismen reagieren. Hilft dir ein bestimmtes Präparat nicht, kann es sich also lohnen, zu anderen Scheidenzäpfchen oder Gels zu wechseln.

Das folgende Gel mit Teebaumöl (* Werbung/Affiliate Link zu Amazon), welches auch im oben vorgestellten Set enthalten ist, wird sehr erfolgreich gegen Juckreiz, Scheidentrockenheit, allgemeine Irritationen und Vaginalmykose eingesetzt.

Darmsanierung bei Scheidenpilz (Candida albicans)

Will man den Pilz nachhaltig loswerden, führt der Weg über die Ernährung bzw. den Darm! Nach neuesten Erkenntnissen ist eine effektive Methode zur ursächlichen Pilzbekämpfung eine Darmsanierung[2]. Denn eine gestörte Darmflora schwächt das Immunsystem und lässt im Körper Pilze gedeihen[3]. Es gibt verschiedene Methoden einer Darmsanierung. In unserem kostenlosen „Leitfaden zur Darmsanierung“ findest du eine konkrete Anleitung.

Die Eckpfeiler einer jeden Darmsanierung sind das Ausleiten von Schadstoffen und das Wiederherstellen einer intakten Darmflora. Die guten Darmbakterien müssen ein Milieu im Darm vorfinden, welches sie zum Wachsen und Gedeihen bringt. In wissenschaftlichen Studien hat sich gezeigt, dass eine intakte Darmflora auch das Scheidenmilieu positiv beeinflusst. Hier findest du unseren Fachartikel zum Thema Darmflora aufbauen.

So kann das Einnehmen von Probiotika, das sind gesundheitsförderliche Bakterienkulturen, auch gegen Vaginalmykose helfen. Forscher des Pariser Institute Alfred Fournier konnten im Jahr 2012 zeigen, dass eine orale Probiotika-Einnahme über 4 Wochen zu einer Besiedlung der Scheidenschleimhaut mit den eingenommenen Bakterienkulturen führte. Wenn du ein Probiotikum kaufst, achte auf eine Mindestdosierung von 5-10 Milliarden Keimen pro Tag.

Ein wirksames Präparat enthält mehrere Bakterienstämme von Lactobazillen und Bifidobakterien und sollte keine unnötigen Zusätze wie Farbstoffe, Gelatine usw. beinhalten. Es sollte auch als magensaftresistent gekennzeichnet sein, damit die Bakterien auch wirklich im Darm ankommen.

Geeignete Präparate, die ich empfehle:

Darmbakterien für eine gesunde Scheidenflora in einer Medikamenten Packung
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Ein innovatives Präparat, welches speziell zur Anwendung bei einer gestörten Vaginalflora konzipiert wurde, ist OMNi-BiOTiC® FLORA plus+ (Werbung/Link zu shop-apotheke.com)*. Es enthält exakt jene Darmbakterien, die auch in einer gesunden Scheidenflora vorkommen, und die sich nachhaltig im Intimbereich ansiedeln. Das Besondere: Einfach trinken!

Richtige Ernährung bei Pilzanfälligkeit

Damit die guten Darmbakterien auch bleiben wollen, müssen wir ihnen ihre Lieblingsnahrung liefern. Wenn Milchsäurebakterien und Co. im Darm die Oberhand haben, hat der Pilz keine Chance zu wuchern. Und da wir nun wissen, dass das Scheidenmilieu in sehr engem Zusammenhang mit dem Zustand unseres Darms steht, gilt dies gerade auch für Candida albicans. Die Hauptkomponente des Speiseplanes sollte Gemüse sein, v. a. auch fermentiertes Gemüse. Nüsse, Kerne, Hülsenfrüchte, etwas Vollkorngetreide und etwas Obst sollten ebenso dazu gehören, wie gesunde pflanzliche Öle mit einem hohen Omega-3-Fettsäure-Gehalt (z. B. Leinöl, Hanföl, Walnussöl). Neue Studien zeigen, dass Fettsäuren die Scheidenflora und den pH-Wert maßgeblich mit beeinflussen, und dabei eng mit Milchsäure-Bakterien zusammenspielen[4][5].

Es gibt auch besondere Kräuter und Gewürze, die eine pilzabtötende Wirkung haben. Dazu gehören Kurkuma, Nelken, Zimt, Ingwer, Zwiebeln, Salbei, Rosmarin, Bärlauch, Meerrettich, Knoblauch, Thymian und Oregano. Sogenannte präbiotische Lebensmittel sind ganz besonders zu bevorzugen. Dazu gehören z. B. Topinambur, Pastinaken, Spargel, Chicorée, Lauch, Schwarzwurzeln, Artischocken, Hafer und viele mehr. In unserem Artikel über Präbiotika kannst du dir mehr Infos zu einer präbiotischen Ernährung holen. Fisch, Fleisch, Eier und Milchprodukte sind nur in Maßen zu genießen, da diese zu häufig genossen das Gleichgewicht der Säure und Basen des Körpers belasten.

Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt ist die Basis für ein insgesamt gesundes Körpermilieu. Während einer Pilzinfektion sollte gänzlich auf süße Nahrungsmittel und Getränke sowie Produkte mit kurzkettigen Kohlenhydraten (Weißmehlprodukte, weißer Reis usw.) verzichtet werden. Zucker ist nämlich die Lieblingsnahrung von Pilzen. Auch Hefegebäck, Aufstriche mit Nährhefe, Schimmelkäse und Bier sollten in dieser Zeit gemieden werden.

Schriftzug Leitfaden zur Detoxkur

Hausmittel gegen Scheidenpilz

Neben all den angeführten Verhaltensweisen und Gewohnheiten gegen Scheidenpilz, gibt es auch natürliche Heilmittel, die man anwenden kann, um eine Vaginalmykose zu bekämpfen bzw. ihm vorzubeugen:

Propolis gegen Scheidenpilz

Bei Propolis handelt es sich um ein Bienenprodukt, welches die Tiere herstellen, um ihren Bienenstock gegen eindringende Keime zu schützen. Propolis ist für Bienen eine wirksame Waffe im Kampf gegen Bakterien, Pilze und Viren. So kann Propolis als natürliches Antimykotikum gerade auch bei einer Scheidenpilzinfektion helfen[6][7]. Sowohl oral als auch lokal angewandt, kann es seine Wirkung gegen den Pilz entfalten. Am besten man besorgt sich Propolis-Tropfen ohne Alkohol, so kann man sie einerseits schlucken und andererseits als Joghurt-Propolis-Tampon in die Scheide einführen.

Man verrührt 3 EL Naturjoghurt mit 3 Tropfen Propolis-Tinktur und saugt einen Tampon damit an. Diesen führt man in die Scheide ein und lässt ihn etwa eine Stunde drin. Dies wiederholt man im Akutfall dreimal täglich bzw. vorbeugend zweimal die Woche.

Vorsicht: Wer allergisch auf Bienenstiche oder Bienenprodukte reagiert, darf Propolis nicht anwenden! Wer sich nicht sicher ist, ob eine Allergie gegen Propolis oder andere Bienenprodukte vorliegt, sollte vor der Anwendung einen kleinen Test machen: Einfach etwas Propolis auf die Innenseite des Unterarms geben und beobachten, ob es zu einer Reaktion kommt. Bei irgendwelchen Anzeichen einer Unverträglichkeit das Propolis sofort abwaschen und nicht gegen eine Pilz-Infektion verwenden!

Fermentierte Pflanzenessenzen gegen Scheidenpilz

Bei Fermentationsprozessen entsteht Milchsäure. Diese tut sowohl dem Darm als auch der Scheide gut, da sie äußerst regulierend auf das innere Milieu wirkt, indem sie den ph-Wert stabilisiert und die guten Bakterien nährt. Fermentierte Pflanzenessenzen wirken antibakteriell, antiviral und antimykotisch. Keimbelastungstests mit dem Produkt Regulatpro Bio (Rechtsregulat) zeigen, dass durch diese Essenz Pilze unschädlich gemacht werden können.

Es wird die innerliche und äußerliche Anwendung empfohlen, das heißt, zusätzlich zur Einnahme (morgens und abends einen Esslöffel) sollte ein Tampon mit der Essenz verdünnt mit Wasser (1:3) getränkt und in die Vagina eingeführt werden. Diesen Tampon belässt man ½ Stunde in der Scheide und wiederholt diesen Vorgang bei einer akuten Infektion 2-3 Mal am Tag.

Zur Vorsorge kann die Scheidenflora damit zweimal wöchentlich gepflegt werden. Die innerliche Unterstützung wirkt sich positiv auf den Säure-Basen-Haushalt aus, Bakterien und Viren werden systemisch bekämpft und das Immunsystem gestärkt. Das besondere an dem Rechtsregulat Bio ist die Art der Fermentation. Sie wird stufenweise, also mehrmals durchgeführt und nennt sich daher Kaskadenfermentation.

Bei diesem Prozess entstehen ganz besonders resorptionsfähige, also hochwirksame Enzyme, deren Nutzen in Studien mehrfach belegt wurde. Das Rechtsregulat hat also einerseits eine nachweislich antimykotische Wirkung und andererseits hilft es die Scheidenflora aufzubauen, weil es die gesunden Milchsäurebakterien füttert und stärkt. Im folgenden Video spreche ich (Sandra) über meine besten Tipps bei Vaginalmykose und da gehört diese fermentierte Essenz definitiv dazu. Hier bekommst du das Produkt: Rechtsregulat Bio im 2-er Sparpack (* Werbung/Affiliate Link zu Amazon).

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Kolloidales Silber gegen Scheidenpilz

Kolloidales Silber besteht aus Wasser und extrem kleinen Silberpartikeln (Nanopartikeln). Seit etwa 20 Jahren entdecken die Menschen hierzulande immer mehr die große Wirksamkeit von kolloidalem Silber bei Infektionen. Die keimtötende Wirkung von kolloidalem Silber ist seit dem Altertum bekannt und hatte bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine große Bedeutung in der Medizin. Aufgrund des Vormarschs moderner Medikamente, geriet es langsam in Vergessenheit. Doch heute besinnt man sich vor allem in der Naturheilkunde wieder auf die Vorteile von kolloidalem Silber, das nicht nur gegen alle Arten von Pilzinfektionen, sondern auch gegen Bakterien und Viren eingesetzt werden kann[8].

Was Candida albicans betrifft, so wird oft folgende Behandlungsempfehlung gegeben: Man füllt kolloidales Silber zu 25 ppm in eine Sprühflasche und besprüht den Intimbereich damit dreimal täglich. Zusätzlich kann man es in eine Vaginaldusche geben und damit die Scheide während der Akutphase zweimal täglich spülen. Um den Darmpilz zu sanieren, der wie wir ja wissen meist mit chronischem Scheidenpilz einhergeht, trinkt man drei Tage lang morgens, mittags und abends jeweils 100 – 150 ml kolloidales Silber zu 25 ppm, anschließend zweimal täglich bis zur Ausheilung. Leider gibt es keine Standarddosierung für kolloidales Silber, die jedem Menschen hilft, daher ist es wie auch bei anderen Naturheilmitteln zu empfehlen, einen fachkundigen Therapeuten zu Rate zu ziehen.

Man kann sich sein kolloidales Silber mittels eines standardisierten Silbergenerators selbst herstellen.  Wenn man sich nicht gleich einen Generator kaufen möchte, sondern es zuerst mit fertigem kolloidalen Silber versuchen will, muss man gut recherchieren, welche Hersteller gute Qualität verkaufen. Hier gibt es leider viele schwarze Schafe im Internet, die es mit der Qualität nicht so genau nehmen.

Kokosöl gegen Scheidenpilz

Beim Scheidenpilz kann es durchaus zu schmerzhaften Rissen im äußeren Vaginalbereich kommen. Hier wirkt Kokosöl lindernd, beschleunigt die Wundheilung und repariert die Haut. Extra natives, also kaltgepresstes Bio-Kokosöl weist in der Regel sehr hohe Werte an Laurinsäure auf. Das ist eine gesättigte, mittelkettige Fettsäure, welche wissenschaftlich bestätigt antimikrobielle Wirkung besitzt. Sie zerstört Viren, (Hefe-)Pilze, schädliche Bakterien und Co., indem sie deren Zellmembran zerstört. Zusammenfassend kann man also sagen, Kokosöl wirkt hautpflegend, fördert die Wundheilung, ist leicht entzündungshemmend und schwächt Pilze.

Es kann sowohl präventiv als auch bei akuten Beschwerden empfohlen werden. Man trägt das Öl morgens und abends nach dem Duschen auf die Schamlippen und im Eingangsbereich der Scheide auf. Es kann auch als gesundes Gleitmittel beim Geschlechtsverkehr verwendet werden.

Teebaumöl gegen Scheidenpilz

Das aus Australien stammende ätherische Öl des Teebaums ist ein vielseitig einsetzbares Hausmittel, welches die australischen Ureinwohner über Jahrhunderte als ihre wichtigste Medizin verehrten. Aber auch bei uns sollte dieses wertvolle Öl in der Hausapotheke nicht fehlen. Seine Haupteinsatzgebiete sind Pilzerkrankungen, Herpes und Akne. Für den Einsatz gegen Candida albicans wird es wie schon erwähnt in Intimwasch- und Pflegeprodukten eingesetzt. Mann kann es auch mit Kokosöl vermischen, indem man 3 Tropfen Teebaumöl (aus Apotheke oder Reformhaus) auf einen Teelöffel Kokosöl gibt, und das Gemisch morgens und abends dünn auf den äußeren Intimbereich aufträgt.

Eine weitere Anwendungsform aus der Naturheilkunde ist der Joghurt-Teebaumöl-Tampon. Dabei wird ein Esslöffel Joghurt mit 3 Tropfen Teebaumöl vermischt und ein Tampon damit vollgesogen. Diesen Tampon führt man in die Scheide ein und belässt ihn dort für etwa eine Stunde. Bei einer bestehenden Infektion kann man dies 2 Mal täglich durchführen, vorbeugend 1-2 Mal die Woche.

Oregano-Öl gegen Scheidenpilz

In der Naturheilkunde wird Oregano-Öl gegen Pilzerkrankungen aller Art eingesetzt[9][10][11]. Seine stark pilzabtötende Wirkung wird sowohl innerlich als auch äußerlich genutzt. Bei der Bekämpfung von Scheidenpilz geht man wie folgt vor: Man gibt einen Tropfen Oregano-Öl in einen halben Teelöffel Kokosöl, welches ebenfalls fungizid wirkt, und nimmt diese Mischung mindestens 10 Tage lang täglich ein. Man beginnt mit einmal täglich und je nach Verträglichkeit kann man es auf bis zu dreimal täglich steigern. Mehr als 3 Tropfen Oregano-Öl täglich sollten es aber nicht werden. Diese Kokos-Oregano-Öl-Mischung bringt man außerdem morgens und abends nach dem Duschen auf die Schamlippen und im Eingangsbereich der Scheide auf.

Sollten die Beschwerden nach 10 Tagen nicht abgeklungen sein, pausiert man mit der innerlichen Anwendung für drei Tage und beginnt dann mit einer erneuten Einnahme über 10 Tage. Nun kann man sofort mit der dreimaligen Einnahme beginnen. Wenn es um naturreine ätherische Bio-Öle geht, haben wir mit der Marke Primavera sehr gute Erfahrungen.

Während der ganzen Zeit der Einnahme, sollte viel Wasser getrunken werden, denn das Oregano-Öl tötet Bakterien, Viren und Pilze und die dabei freiwerdenden Schadstoffe werden schneller ausgeschieden, je mehr getrunken wird. Parallel dazu empfiehlt sich die tägliche Einnahme von einem Teelöffel Zeolith oder Bentonit, da diese Mineralerden die abgetöteten Mikroorganismen und deren Gifte binden und die Ausscheidung erleichtern.

Was es bei der Anwendung von Oregano-Öl sonst noch zu beachten gibt: Menschen, die blutverdünnende Medikamente nehmen, sollten berücksichtigen, dass Oregano auch blutverdünnend wirkt. Schwangere, Stillende, Säuglinge und Kleinkinder sollten auf jegliche Anwendung mit Oregano-Öl verzichten. Außerdem hemmt es die Eisenaufnahme aus der Nahrung und sollte daher in Abstand von zwei Stunden zu den Mahlzeiten eingenommen werden. Oregano-Öl darf nicht unverdünnt angewandt werden, weder innerlich noch äußerlich.

Grapefruitkernextrakt gegen Scheidenpilz

Grapefruitkernextrakt ist bekannt für seine gute Wirkung gegen viele Arten von Keimen[12]. Gerade bei Hefepilzinfektionen wird es in der Naturheilkunde gerne verabreicht. Einerseits bekämpft das Extrakt den Candida albicans direkt und andererseits stärkt es das Immunsystem, sodass der Körper seine Selbstheilungskräfte aktiviert[13]. Die Behandlung geschieht äußerlich und wird optimalerweise durch die orale Einnahme unterstützt, um eine überschüssigen Candida-Besiedelung des Darms zu beseitigen und eben auch die Abwehrkräfte des gesamten Organismus zu stärken. Äußerlich wird zweimal täglich eine Scheidenspülung empfohlen.

In 30 ml Wasser wird ein Tropfen Grapefruitkernextrakt gegeben und damit die Scheide gespült. Dafür eignen sich spezielle Vaginalduschen sehr gut. Mit dem Spülen der Scheide sollte es allerdings ganz allgemein nicht übertrieben werden, denn auch die guten Bakterien können dadurch empfindlich gestört werden. Für die Akutphase der Pilzinfektion ist es allerdings eine wirksame Maßnahme. Die gründliche Reinigung der Vaginaldusche mit Seife und heißem Wasser ist nach jeder Anwendung ein Muss! Zur innerlichen Anwendung von Grapefruitkernextrakt werden dreimal täglich 1-3 Tropfen des Extrakts pro 10 kg Körpergewicht in ein Glas Wasser gegeben und getrunken.

Granatapfel gegen Scheidenpilz

Der Granatapfel ist ein wahres Naturheilmittel. Besonders der Inhaltsstoff Punicalagin (ein Gerbstoff aus der Gruppe der Polyphenole) scheint sehr wirksam bei der Bekämpfung des Hefepilzes Candida albicans zu sein. Punicalagin dürfte die Zellmembran des Pilzes durchbrechen und ihn so vernichten[14]. Um sich diesen Mechanismus im Kampf gegen den Scheidenpilz zu Nutze zu machen, müsste man drei Granatäpfel täglich essen oder drei Gläser des Saftes trinken. Das wiederum bringt viel Fruchtzucker mit sich, der bei einer akuten Pilzinfektion kontraproduktiv ist.

Vorbeugend jedoch ist ein Glas Granatapfelsaft oder eine ganze Frucht am Tag durchaus zu empfehlen, da der Granatapfel ja noch viele weitere gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe enthält und vor allem in der Frauenheilkunde z. B. für die Wechseljahre empfohlen wird. Bei einem akuten Scheidenpilz empfiehlt es sich, Granatapfelextrakt z. B. in Form von Kapseln oder Tropfen einzunehmen.

Im folgenden Video spreche ich mit Frauenärztin Dr. Karin Schubernig, die ihr vielleicht schon vom Wechseljahre-Interview kennt, über Candida albicans und weitere Frauenthemen, wie Verhütung und PMS (Prämenstruelles Syndrom):

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Intimpflege für Frauen – Praktische Tipps zur Durchführung

Wie bereits vorhin im Artikel erwähnt: So viel wie nötig und so wenig wie möglich – das sollte bei der Intimpflege für Frauen die Leitlinie sein. Dabei können Frauen doch einiges falsch machen und die Gesundheit der Scheide gefährden. Doch wie sieht die richtige Pflege für den Intimbereich aus?

Warum richtige Pflege im Intimbereich so wichtig ist

Sich sauber zu fühlen heißt für viele Frauen auch, sich wohlzufühlen. Oft wissen sie bei der Intimpflege aber nicht, worauf sie achten müssen und reinigen sich nach Gutdünken. Erst wenn sich die ersten Anzeichen einer gestörten Scheidenflora bemerkbar machen, beschäftigen sich die Betroffenen aktiv mit dem Thema, das leider immer noch sehr schambesetzt ist. Dabei ist die richtige Intimpflege sehr wichtig, da die Scheidenflora als Verteidigungswall gegen eindringende Keime gilt. Funktioniert dieser nicht mehr richtig, macht sich das unter anderem in lästigen, wiederkehrenden Blasenentzündungen bemerkbar.

Aber auch Juckreiz und Brennen können ein Anzeichen sein, dass Betroffene die Pflegeprodukte nicht vertragen – oder sie zu oft und in zu großer Menge anwenden.

Wie sieht die richtige Intimpflege für Frauen aus?

Zu aller erst: Eigentlich reichen Wasser und ein sanfter Duschstrahl allein schon aus. Die Scheide ist ohnehin ein Bakterientummelplatz – aber für Milchsäurebakterien. Diese sorgen dafür, dass der pH-Wert hier deutlich niedriger – also saurer – ist als der der umgebenden Haut. Das verhindert, dass sich schädliche Keime einnisten können. Ihnen ist dieses Milieu schlicht zu sauer.

Wenn Frauen dennoch gern ein Reinigungsprodukt verwenden möchten, sollten sie zu einer speziellen Intimwaschlotion greifen, die den niedrigen pH-Wert der Scheide erhält. Normale Duschgels und Seifen sind für die richtige Pflege des Intimbereichs ungeeignet. Sie sind in der Regel basisch und schaden damit dem sauren pH-Wert, den eine gesunde Scheidenflora bevorzugt.

Vorsicht vor Vaginalspülungen

Ab und zu mal eine Vaginalspülung müsste doch für eine besonders gute Hygiene sorgen, oder? Ganz klar: nein! Die Schleimhaut des Vaginaltunnels reinigt sich selbst. Sie sollte möglichst wenig gestört werden. Eine Spülung würde hier nur das fragile Gleichgewicht durcheinanderbringen. Wer seine Scheide richtig waschen will, lässt diesen besonders intimen Bereich einfach in Ruhe. Mit unnötigen Reinigungsversuchen erreichen Frauen sogar das Gegenteil: Die Gefahr von bakteriellen Infektionen oder einem Scheidenpilz steigt bei einer Spülung[15].

Wie enthaare ich den Intimbereich richtig?

So bequem die Anwendung auch ist, Enthaarungscremes sind zumindest im empfindlichen Intimbereich mit Vorsicht zu genießen. Sie können Reizungen, unangenehmes Brennen und sogar allergische Reaktionen auslösen. Wenn die Enthaarung zur regelmäßigen Intimpflege gehört, sollten Frauen eher zum Nassrasierer greifen. Statt eines Rasierschaums kann einfach die milde Intimwaschlotion verwendet und danach gut mit Wasser abgespült werden. So vermeidet man scharfe Chemie in der Intimzone.

Neben der Nassrasur sind vor allem Sugaring und Waxing für den Intimbereich geeignet. Sie stören das empfindliche Gleichgewicht der Schleimhaut nicht und bringen keine scharfen Substanzen auf die empfindliche Haut. Die richtige Pflege schließt dann eine beruhigende Lotion speziell für den Intimbereich ab.

Worauf sollten Frauen beim Toilettengang achten?

Hier heißt es: Old, but gold. Am besten geeignet ist das einfache, unparfümierte trockene Toilettenpapier für die Intimreinigung. Auch wenn sich viele Frauen mit parfümiertem oder feuchtem Papier wohler – und sauberer – fühlen, kann das bei dauerhafter Nutzung schaden. Schon bei der trockenen Variante können die Duftstoffe reizen – und im Extremfall sogar eine Kontaktallergie hervorrufen. Feuchtes Toilettenpapier enthält zusätzlich zu Parfüm oft noch weitere problematische Stoffe, darunter Konservierungsmittel. Wenn Wasser in der Nähe ist, kann bei Bedarf das normale Toilettenpapier damit etwas benetzt werden, um eine gründlichere Reinigung zu erzielen.

Besonders für die Intimpflege von Frauen ist es wichtig, dass beim Reinigen nach dem Toilettengang keine Darmbakterien in die Scheide verschleppt werden. Das bedeutet: Immer von vorn nach hinten wischen, niemals umgekehrt.

Richtige Kleidung für den Intimbereich

Täglich ein frisches Höschen sollte selbstverständlich sein. Das allein reicht jedoch nicht aus. Luftig sollte es „untenrum“ zugehen. Ideal sind deshalb atmende Materialien wie Baumwolle für das richtige Klima im Intimbereich. Kunstfasern stauen oft Feuchtigkeit und Wärme – ein ideales Klima für schädliche Keime und Pilze. Außerdem sollte der String-Tanga lieber im Kleiderschrank bleiben, da dieser Keime aus dem Darm den Weg nach vorn in die Scheide ebnet. Leiden Frauen öfter unter Problemen mit Pilzen oder Blasenentzündungen, könnte es schon helfen, diesen Tipp zu beherzigen.

Slipeinlagen sind dann ok, wenn sie luftdurchlässig und nicht parfümiert sind.

Was ist bei der Monatshygiene zu beachten?

Bei herkömmlichen Tampons und Damenbinden können häufig Chemikalien für mehr Saugfähigkeit sowie Pestizide, mit denen die Baumwolle behandelt wurde, enthalten sein. Diese schaden der empfindlichen Schleimhaut und den Milchsäurebakterien und können außerdem auch in den Organismus aufgenommen werden. Hygieneartikel in Bio-Qualität müssen nachweislich frei von diesen Schadstoffen sein.

Wenn man sehr empfindlich ist und zu Pilzinfektionen oder Scheidentrockenheit neigt, sollte man außerdem auf Tampons verzichten. Sie saugen nicht nur das Menstruationsblut auf, sondern auch das Scheidensekret mit den guten Milchsäurebakterien. Eine Alternative kann eine Menstruationskappe aus medizinischem Silikon darstellen. Sie gibt keine Schadstoffe ab und schont die Scheidenflora.

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Bildquellen

  • Was tun bei Scheidenpilz? Hilfe bei Candida Albicans: Trinet Uzun | Shutterstock.com
  • Darmflora Bakterien von AllergoSan: Institut AllergoSan

Quellenangaben

Quellenangaben
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