Körper entgiften: Die besten Detox Tipps – Wie entschlacke ich richtig?

Entgiften, Entschlacken oder Detox (aus dem Englischen „Detoxification“) sollen dem Körper helfen, Schadstoffe abzubauen und auszuscheiden. Hier erfährst du, ob und wann eine Entgiftung sinnvoll ist und welche Maßnahmen sich eignen.

Wieso den Körper entgiften?

Entgiftungsmaßnahmen sollen den Körper reinigen, Giftstoffe aus dem Körper entfernen und uns dadurch fitter und gesünder machen. Schließlich sind wir in vielen Lebensbereichen Schadstoffen ausgesetzt. Doch bei diesem Thema gehen die Ansichten von manchen Schulmedizinern und der Komplementärmedizin zum Teil weit auseinander. Wieso ist das so? Wir haben recherchiert und beim Schulmediziner Dr. Edmund Schmidt und dem bekannten Fastenarzt Dr. Ruediger Dahlke nachgefragt.

Der renommierte Fastenforscher Prof. Andreas Michalsen spricht in einem Interviewausschnitt über die körperlichen und psychischen Vorgänge beim Fasten. In diesem Artikel findest du Hinweise auf Studien zum Thema Entgiften, Informationen über die schulmedizinischen Ansichten und über Komplementärmedizin, um den Körper von unnötigem Ballast zu befreien.

Was bedeutet Entgiftung des Körpers und Detox?

Welche Stoffe schaden dem Menschen?

Unser Organismus ist vielen Schadstoffen ausgesetzt. Abgase und Feinstaub verunreinigen die Luft, in Gemüse und Obst können Rückstände von Schwermetallen oder Pflanzenschutzmitteln zu finden sein. Lebensmittel, Kosmetika und Reinigungsmittel enthalten Konservierungsstoffe, Duftstoffe, Farbstoffe und viele weitere Zusätze. Zudem haben wir oft viel Stress, ernähren uns ungesund, konsumieren Alkohol oder Zigaretten und bewegen uns zu wenig.

Auch Schimmelpilzgifte (zum Beispiel bei Schimmelbefall in der Wohnung), Chemikalien in Textilien (Kleidung, Teppiche) oder Medikamente müssen vom Körper entgiftet und ausgeschieden werden. In der Naturheilkunde und Alternativmedizin gilt als unbestritten, dass sich solche Schadstoffe anreichern können und in ihrer Summe auf Dauer zu Müdigkeit, einem geschwächten Immunsystem und verschiedenen chronischen Erkrankungen führen können.

Was geschieht bei Entgiftungsprozessen?

Entgiftung, Detox (vom englischen Detoxification) oder Entschlackung sind keine neue Erfindung, sondern waren schon vor rund 2000 Jahren Bestandteil der traditionellen Heilkunst, zum Beispiel im indischen Ayurveda oder in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Heute werden unter diesen Begriffen ganz verschiedene Methoden zusammengefasst. Sie alle haben gemeinsam, dass sie dem Körper helfen sollen, Schadstoffe loszuwerden. Das kann durch Anregung der natürlichen Stoffwechselprozesse geschehen oder durch aktive Ausleitung der schädlichen Substanzen. Oft werden zusätzlich Maßnahmen ergriffen, um die weitere Aufnahme von Schadstoffen zu vermindern.

Unser Körper besitzt ein ausgeklügeltes System, um Gifte loszuwerden. Im Laufe der Evolution hat sich der menschliche Organismus perfekt an die Umwelt angepasst. Zellschäden können repariert und Schadstoffe ausgeschieden werden.

Wo geschieht Entgiftung im Körper?

In unserem Körper findet die Entgiftung schädlicher Stoffe vor allem über die Leber und Niere statt, aber auch Galle, Darm, Haut, Lunge und Lymphsystem sind beteiligt.

Wieso ist die Leber für das Entgiften wichtig?

Die Leber spielt bei der Entgiftung die zentrale Rolle im menschlichen Körper. Sie baut schädliche Abbauprodukte aus dem Stoffwechsel oder von außen zugeführte Schadstoffe ab, wandelt sie in ungiftige Stoffe um, macht sie wasserlöslich und führt sie der Ausscheidung über den Urin oder den Darm zu (1). Sehr wirksame Heilpflanzen zur Leberunterstützung sind Mariendistel (2), Artischocke (3) und Löwenzahn (4).

Wir sind heute vielen Einflüssen ausgesetzt, die so neu sind, dass unser Körper sich daran noch nicht anpassen konnte. Kann unser Körper heutzutage noch selbst mit Giften fertig werden? Müssen und können wir ihn dabei unterstützen, Schadstoffe abzubauen oder auszuscheiden? Im Folgenden findest du dazu Informationen aus der Schulmedizin und der Naturheilkunde.

Kritik an Detoxkuren und Entgiftungsmaßnahmen

Woher kommt der Begriff „Schlacken“?

In der Schulmedizin werden Begriffe wie Detox, Entschlackung und Entgiftung oft kritisch gesehen. Doch warum ist das so? Der Grund ist zum einen der Begriff „Schlacken“. Dieser wurde in den 1930er von Otto Buchinger geprägt, dem Arzt, der auch das Buchinger-Heilfasten etablierte. Er stellte sich den Darm wie ein Ofenrohr vor, in dem sich innen Schlacken ablagern. Allerdings weiß man heute viel mehr über den Darm, kann ihn mit einer Darmspiegelung von innen betrachten oder Proben der Darmschleimhaut auf zellulärer Ebene untersuchen.

Daher ist heute klar, dass sich an der Darmwand keine Ablagerungen bilden. Der Darm wird ständig vom Darminhalt durchspült. Aus diesem Grund wird oft kritisiert, dass eine „Entschlackung“ in diesem Sinne gar nicht möglich ist. Der Begriff Entschlackung muss eher als eine Metapher gesehen werden und kommt dem wissenschaftlichen Begriff der Autophagie (Selbstreinigungsprozess) vermutlich am nächsten.

Die Autophagie wird durch folgende Faktoren ausgelöst: Heilfasten, Kalorienreduktion, Sport, schwarzen Kaffee und einer Substanz namens Spermidin. Spermidin und Heilfasten sind in den letzten Jahren ins Zentrum der „Anti-Aging“-Forschung gerückt, da sie als Autophagie-Auslöser großes gesundheitliches Potential in sich bergen (14). Hier findest du unseren Fachartikel zu den Grundlagen des Heilfastens.

Detox-Produkte sind Trendprodukte

Ein weiterer Grund für die Skepsis sind die vielen Methoden, die zum Entgiften verfügbar sind. Bei einigen lässt sich der Nutzen wissenschaftlich zeigen, bei anderen nicht. Dazu kommen schwarze Schafe unter den Verkäufern. Denn Detox liegt im Trend und lässt sich gut verkaufen. Dabei bleibt nicht aus, dass auch jede Menge unnütze oder überteuerte Produkte angeboten werden. Manche Mittel sind sogar schädlich. Hier gilt es sorgfältig zu unterscheiden und auf renommierte Unternehmen zu setzen.

Kann man tatsächlich entgiften?

Viele Methoden der Entgiftung sind sinnvoll. Historisch beruhen sie oft auf Beobachtungen und darauf, dass Menschen sich danach besser, fitter und leistungsfähiger fühlten – auch wenn mit dem damaligen Wissen die Erklärungen dafür aus heutiger Sicht medizinisch nicht korrekt waren. Auch die Schulmedizin kennt zahlreiche Möglichkeiten zum Entgiften. Dazu gehören alle Maßnahmen, die die Ausscheidungsorgane wie Leber, Niere und Darm unterstützen, oder die das Immunsystem stärken.

Mit der Ernährung lassen sich Antioxidantien zuführen, die unsere Körperzellen vor oxidativem Stress schützen (5). Studien zeigen, dass Heilfasten sowie das Intervallfasten sehr positive Effekte haben (6, 7). Mehr dazu kannst du im letzten Kapitel dieses Artikels nachlesen, wo du verschiedene Ideen und Möglichkeiten zur Entgiftung findest.

Auch die Wirkung verschiedener Detox-Diäten konnte in Studien belegt werden. So untersuchten Forscher (8) beispielsweise den Einfluss einer pflanzenbasierten Ernährung auf den Schwermetallgehalt (gemessen mittels Haaranalysen). Nach vier Wochen pflanzlicher Ernährung mit Gemüse, Früchten, Vollkornprodukten, Nüssen und Pflanzennährstoffen sanken die Schwermetallwerte im Vergleich zu Kontrollgruppen, die keine spezielle Ernährungsform zu sich nahmen. Auch in weiteren Studien konnte der Effekt von Nahrungsmitteln auf die Entgiftung bestätigt werden (9, 10).

Gibt es überhaupt „Schlacken“ im Körper?

In diesem Interviewausschnitt spricht einer der erfahrensten Fastenärzte des deutschsprachigen Raums darüber, was mit dem Begriff „Schlacken“ und Entgiften im Körper gemeint ist, welche Arten der Ablagerungen es in den unterschiedlichen Geweben gibt und welche Maßnahmen zum Entschlacken sinnvoll sind. Dr. Ruediger Dahlke ist Arzt, Psychotherapeut und mehrfacher Bestsellerautor. Ein wesentlicher Teil seiner Arbeit rund um eine bewusste Lebensgestaltung sind Fastenseminare, in denen er Menschen seit über 40 Jahren begleitet.

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Im folgenden Interview spreche ich mit dem Allgemeinmediziner Dr. Edmund Schmidt und seiner Frau Nathalie, die als Therapeutin in der gemeinsamen Münchner Praxis tätig ist, über das Prinzip Detox:

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Entgiften und Detox aus Sicht der Naturheilkunde

In der Naturheilkunde und Komplementärmedizin gehört die Entgiftung und Reinigung des Organismus zu den wichtigsten Behandlungsmethoden. Man geht davon aus, dass sich im Körper Gifte ansammeln und zu Krankheiten führen können. Vor allem dann, wenn Darm, Leber oder Nieren nicht reibungslos funktionieren.

Was sind die positiven Effekte einer Detox-Kur auf den menschlichen Körper?

Neben dem Aspekt, den eigenen Körper zu entgiften, interessieren sich viele Menschen für eine dauerhafte Gewichtsabnahme. Leider zeigen viele der bekannten Diätformen keine dauerhafte Wirkung. Denn wenn nach der Diät wieder gleich weiter gegessen wird wie davor, greift der Jojo-Effekt, wodurch die Betroffenen binnen kurzer Zeit erneut an Gewicht zulegen.

Detox-Kuren verfolgen einen eher ganzheitlichen Ansatz mit dem Ziel, langfristig ein Bewusstsein für einen gesunden Lebensstil zu entwickeln. Die neu gewonnene Vitalität und die vielen positiven Auswirkungen einer solchen Kur auf den Körper (und auf die Psyche) können dazu führen, in Zukunft Freude an einem gesünderen Lebensstil zu entwickeln.

Folgende Effekte sind beim Detoxen zu erwarten:

  • Die gesunden und entgiftenden Lebens- und Heilmittel einer Detox-Kur kurbeln den Stoffwechsel an.
  • Die Kalorienreduktion und leichten Mahlzeiten verleihen erstaunliche Energie, vertreiben die Müdigkeit und Antriebslosigkeit.
  • Durch regelmäßiges Entschlacken wird das Immunsystem gestärkt – man wird weniger anfällig gegenüber Infektionen.
  • Durch eine solche Reduktionskost kann sich das gesamte Verdauungssystem regenerieren.
  • Blutwerte und Blutdruck können sich normalisieren.
  • Alle gesundheitsfördernden Methoden des Fastens und Entschlackens sind auch eine sehr wirksame kosmetische Maßnahme, das heißt, sie verbessern das Hautbild und sorgen für einen straffenden Effekt.

Wann ist eine Detox-Kur sinnvoll?

Bei diesen Symptomen kann eine Entgiftung hilfreich sein:

  • Müdigkeit, Erschöpfung und Leistungsabfall: Betroffene fühlen sich trotz ausreichenden Schlafs tagsüber oft müde, können sich schlecht konzentrieren oder sind antriebslos.
  • Verdauungsbeschwerden: Verstopfung, Blähungen oder Durchfall können Anzeichen einer gestörten Darmfunktion sein. In diesen Fällen empfehlen Naturheilkundler oft eine Entgiftung des Darms.
  • Hautveränderungen: Hast du plötzlich wieder Pickel und Mitesser, neigst du Hautirritationen oder hast trockenere oder fettigere Haut als üblich? Das kann daran liegen, dass die Haut auch als Ausscheidungsorgan fungiert und gerade bestimmte Stoffe loswerden möchte.
  • Kopfschmerzen oder andere chronische Schmerzen: Wer häufig unter Kopfschmerzen leidet, sich verspannt fühlt, undefinierbare Rückenschmerzen hat oder wenn die Muskeln schmerzen, dann kann laut Alternativmedizinern eine chronische Vergiftung dahinter stecken.
  • Psychische Veränderungen: Gereiztheit, Aggressivität oder auch Verstimmtheit und Traurigkeit, bis hin zu Depressionen können auftreten.
  • Gelenkbeschwerden und Rheuma: Entgiftungsmaßnahmen können sich bei Arthritis und Co. äußerst positiv auswirken. Rheuma kann z.B. mit einer Heilfastenkur drastisch gelindert werden.

Findest du dich darin wieder? Dann könnte eine der unten beschriebenen Methoden zur Entgiftung dir vielleicht gut tun. Allerdings solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen, wenn die Beschwerden stark sind oder sich verschlimmern. Denn es können sich hinter jedem der genannten Symptome auch Krankheiten verbergen.

Schriftzug Leitfaden zur Detoxkur

Wie kann ich den Körper entgiften?

Es gibt sehr viele Methoden zur Entgiftung und Entschlackung. Im Folgenden stellen wir dir sowohl einzelne Maßnahmen als auch ganze Kuren vor. Doch woher weißt du, welche Methode für dich die richtige ist? Ich selber habe in vielen Lebensbereichen die Erfahrung gemacht, dass man oft intuitiv spürt, was einem gut tut. Wenn dich also eine der folgenden Methoden sofort „anspringt“, dann probiere es doch einfach aus. Im Zweifelsfall und besonders, wenn du unter Erkrankungen leidest, solltest du vor Maßnahmen wie dem Heilfasten oder vor längeren Entgiftungskuren deinen Arzt um Rat fragen.

1. Lebensmittel, die den Körper entgiften

Unterstützend zu anderen Entschlackungsmethoden oder als alleinige Maßnahme zur Entgiftung ist eine Umstellung der Ernährung sehr sinnvoll. Dadurch werden zum einen neue Belastungen vermieden und zum anderen unterstützt eine geeignete Ernährung den Körper bei der Ausscheidung von Schadstoffen.

So sieht eine entschlackende Ernährung aus:

  • Viel (grünes) Gemüse (am besten unbehandelt, frisch verarbeitet, saisonal und regional), z.B. Brokkoli, Spinat und Spargel
  • Viel Obst, vor allem alle Arten von Beeren, wie Heidelbeeren, Himbeeren und blaue Trauben
  • Viele Hülsenfrüchte, wie Erbsen, Bohnen, Linsen aller Art
  • Gesunde Fette aus Nüssen (v.a. Walnuss) und Samen (v.a. Leinsamen) sowie Öle wie Leinöl, Hanföl und Walnussöl
  • Weniger Salz, dafür vermehrt Gewürze, Kräuter, Zwiebeln und Knoblauch
  • Vollkorn statt Weißmehl
  • Möglichst wenig industriell verarbeitete Lebensmittel
  • Industriezucker vermeiden
  • Kein oder wenig Fleisch, Fisch und Eier
  • Keine oder wenig Milchprodukte
  • Viel trinken, vor allem stilles Wasser und Entschlackungstees. Damit unterstützt du ideal deine Nieren.

Drei verschiedenfärbige Detox Smoothies

Eine solche Ernährung ist automatisch reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Entgiftungsenzymen. Wichtig sind auch die Antioxidantien, die in frischem Obst und Gemüse enthalten sind. Sie fangen freie Radikale ab und verhindern Zellschäden (5). Zu den wichtigsten Antioxidantien gehören Beta-Carotin (unter anderem in Karotten, Tomaten, Marillen, Mangos, Kohlgemüse), Vitamin C (in Zitrusfrüchten, Acerola, Ananas, aber auch in Paprika und Brokkoli), Vitamin E (in guten Pflanzenölen) und Polyphenole (zum Beispiel in Weintrauben, Beeren und Grüntee).

Detox-Rezepte

Für eine effiziente Detox-Diät kommen unterschiedliche Rezepte infrage. Ein gelungener, gesunder Start in den Tag beginnt mit einem Glas Zitronenwasser und/oder Ingwertee. Als leichtes Frühstück eignet sich ein grüner Smoothie. Um die Mittagszeit herum sättigt ein bunter Salat mit Ofenkartoffeln. Abends dürfen leichte Gemüsegerichte und Suppen (indisches Gemüse-Curry oder Kürbis-Pastinaken-Suppe) verzehrt werden.

Gleichzeitig solltest du die folgenden Nahrungsmittel meiden:

  • Tiefkühlfertigkost, da sie zu viele Konservierungsmittel und Farbstoffe enthält. TK-Obst und Gemüse sind aber erlaubt.
  • Fastfood und frittiertes Essen wie Schnitzel oder Kroketten sollten nicht auf dem Speiseplan stehen.
  • Von Alkohol sollte während der Detox-Ernährung auf jeden Fall Abstand genommen werden, weil er unter anderem die Leber stresst.
  • Fette Milchprodukte und rotes Fleisch gehören nicht zum Entgiften. Grundsätzlich sollten tierische Nahrungsmittel beim Detoxen nur in Maßen verzehrt werden (z.B. Buttermilch, Magerquark und Eier – alles in Bio-Qualität).

Kaffee ist nicht verboten, da neueste Untersuchungen zeigen, dass er schwarz oder mit einem Schuss Pflanzenmilch genossen durchaus die Selbstreinigungsprozesse unseres Körpers ankurbelt. Jedoch sollte auf die individuelle Verträglichkeit geachtet werden. Wenn es also der Magen verträgt, können während der Detox-Zeit durchaus ein- zwei Tassen Bio-Kaffee genossen werden.

2. Hausmittel zur Entschlackung des Körpers

Es gibt in der Natur viele Kräuter und Hausmittel, die zur Unterstützung unserer Entgiftungssysteme eingesetzt werden. Hier eine Liste der wichtigsten Detox-Hausmittel mit den ihnen zugeschriebenen Eigenschaften:

  • Brennnessel (blutreinigend, stoffwechselanregend, wassertreibend)
  • Löwenzahn (nierenanregend, leberstärkend, gallenflussfördernd)
  • Birke (wassertreibend, nierendurchspülend, rheumawirksam)
  • Schafgarbe (leberstärkend, harntreibend, entzündungshemmend)
  • Ackerstiefmütterchen (blutreinigend, hautverbessernd)
  • Artischocke (leberstärkend, zuckersenkend, antioxidativ)
  • Mariendistel (leberstärkend, galletreibend, keimtötend)
  • Ingwer (verdauungsfördernd, immunstärkend)
  • Grüner Tee (antioxidativ, entzündungshemmend
  • Kurkuma (leberschützend, stoffwechselanregend, entzündungshemmend, antibakteriell)
  • Flohsamenschalen (darmreinigend, verdauungsfördernd)
  • Heilerde oder Basenpulver (kann Giftstoffe im Darmbinden)
  • Apfelessig oder besser noch Fermentierte Pflanzenextrakte (entgiftend, blutzuckerregulierend, immunstärkend)
  • Probiotika für eine intakte Darmflora (kann die Verdauung verbessern, die Entgiftung unterstützen und zu einem funktionierenden Immunsystem beitragen). Hier findest du unseren Fachartikel zum Thema Probiotika.

Eine entgiftende Zellerfrischungskur, in der sich viele dieser Hausmittel wiederfinden, bietet das österreichische Institut Allergosan. Dabei soll der Darm gereinigt, der Körper entsäuert und das Mikrobiom aufgebaut werden. Wir persönlich bauen dieses Trio gerne in unsere Leber-Darmreinigungskur einmal im Jahr ein:

  1. Darmreinigung mit einer fermentierten Pflanzenessenz aus 24 Kräuterextrakten und 31 effektiven Mikroorganismen: MikroSan (*Werbung/Affiliate Link)
  2. Entsäuern mit einer Basenmischung aus ausgewählten Mineralstoffen und Kräutern: META-CARE® BASiC 3 (*Werbung/Affiliate Link)
  3. Darmflora aufbauen mit 6 wichtigen, hochaktiven Leitkeimstämmen: OMNi-BiOTiC® 6 (*Werbung/Affiliate Link)
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3. Mit Ölziehen Gifte ausleiten

Die aus dem Ayurveda stammende Praxis des Ölziehens wirkt nachgewiesenermaßen sehr positiv auf die Mund- und Zahnfleischgesundheit. Das morgentliche Ritual soll außerdem entgiften sowie antibakteriell und gesundheitsfördernd auf den gesamten Körper einwirken. Dafür einen Esslöffel eines hochwertigen Öles pur einnehmen (Kokosöl, Sonnenblumenöl oder ein anderes kaltgepresstes Öl) und 20 Minuten im Mund „ziehen“! Danach ausspucken und entsorgen.  Im folgenden Video spricht Sandra über die Wirkung und ihre eigenen Erfahrungen zum Ölziehen:

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4. Detox durch Heilfasten: Den Darm reinigen und sanieren

Der Darm ist nicht nur für die Ausscheidung zuständig, dort sitzt auch ein großer Teil des Immunsystems. Darum ist für viele Menschen eine Reinigung und Sanierung des Darms ein wichtiger Bestandteil von Detoxkuren. Heilfasten ist eine der effektivsten Methoden zur Entgiftung und Regeneration des Darms. Studien zeigen, dass Fastenkuren und auch das Intervallfasten verblüffende Auswirkungen auf den ganzen Organismus haben (6, 7).

Die Einnahme von Probiotika während und nach einer Fastenkur kann außerdem sehr hilfreich sein, eine intakte Darmflora aufzubauen und somit die Entgiftung über den Darm zu optimieren. Daher ist für mich die Kombination aus Heilfasten und der Einnahme von Pro- und Präbiotika die ideale Vorgangsweise. Hierzu empfehle ich gerne das folgenden Produkt, welches wir selbst kurmäßig einnehmen: OMNi-BiOTiC® metabolic (Werbung/Affiliate Link)*.

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Interview mit dem Fastenforscher Prof. Dr. Andreas Michalsen

Im folgenden Interview spreche ich mit Prof. Dr. Andreas Michalsen, einem der führenden Mediziner und Forscher auf den Gebieten der Ernährung und des Heilfastens. Er ist Internist und Professor für klinische Naturheilkunde an der Charité Berlin und am Immanuel Krankenhaus Berlin.

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Das 7-Tage-Fastenprogramm

Ich selbst faste seit 20 Jahren regelmäßig und bin auch ausgebildete Fastenbegleiterin. Ich habe für all jene, die zu Hause fasten möchten, ein 7-Tage-Programm erstellt. Damit bekommst du jeden Tag ein Video und eine Text-Info von mir zugeschickt, wo ich alles Tagesrelevante bespreche. Ich zeige dir z.B. genau, wie ein Einlauf funktioniert, unterstütze dich auch mental beim Fasten und gebe dir meine besten Gesundheitstipps für die Zeit danach.

5. Effektive Leberentgiftung

Wie oben beschrieben ist die Leber unser zentrales Entgiftungsorgan. Die Leber beim Entgiften zu unterstützen ist gar nicht so schwer. Schulmediziner empfehlen zur Stärkung der Leberfunktion, alles zu vermeiden, was der Leber schadet. Dazu gehören Alkohol, Rauchen, viele Medikamente (zum Beispiel frei verkäufliche Schmerzmittel wie Paracetamol), zu viele gesättigte Fette, zu viel Zucker, Bewegungsmangel und Übergewicht. In der Alternativmedizin wird zusätzlich oft eine ganzheitliche Leberentgiftung durchgeführt.

Dazu können Bitterstoffe gehören (Bittertropfen oder Bittersprays), die die Ausschüttung von Gallensaft anregen. Auch Mariendistel, Artischocke und Löwenzahn werden in der Naturheilkunde als natürliche Mittel zur Unterstützung der Leberfunktion eingesetzt. Eine sehr effektive Maßnahme ist auch der Leberwickel. Die feuchte Wärme regt die Durchblutung und somit die Leistung der Leber an und lässt den Gallensaft besser fließen.

21 Tage Leberentgiftung und Darmreinigung

Bei der 21-tägigen Kur zur Leberentgiftung, die auch gleich den Darm mit einbezieht, spielt die Auswahl entgiftender, leberunterstützender und präbiotischer Lebensmittel und Kräuter die größte Rolle. Auch effektive Mikroorganismen, Mineralien und Probiotika kommen dabei zum Einsatz. Die Fastenbegleiterin Sandra Exl hat das gesamte Kur-Konzept in einem ausführlichen Artikel samt Video erklärt. Die gesamte Anleitung zur Durchführung der Kur steht dir hier kostenlos zur Verfügung: Anleitung zur Leberentgiftung und Darmreinigung. Wenn du gerne weiterführende Informationen und zusätzliche Video-Begleitung inkl. Rezepte für jeden Tag hättest, empfehlen wir dir das 21-Tage-Programm zur Leberentgiftung und Darmreinigung. Egal, ob mit oder ohne Begleitung, wünschen wir allen, die diese Kur machen (geht auch während der Arbeit), schöne und wohltuende 3 Wochen.

So eine Entgiftungskur ist ein idealer Startpunkt für eine nachhaltige Lebensstilkorrektur. Weniger Giftstoffe zuzuführen, sich gesünder zu ernähren, die Autophagie anzuregen (zum Beispiel durch gelegentliches Intervallfasten) oder weniger Zucker und tierische Fette essen – das alles lässt sich ideal umsetzen, wenn der Startschuss durch eine Leberreinigung schon gesetzt wurde. So wird die Leber nicht nur einmalig während der Leberkur entlastet, sondern auch dauerhaft unterstützt.

6. Basenbad und Fußbad zur Entsäuerung

Unsere Haut ist ebenfalls ein wichtiges Entgiftungsorgan. Basisch-mineralische Voll- oder Fußbäder unterstützen die Haut in ihrer Entgiftungsfunktion. Bei einem Basenbad werden belastende Säuren abgegeben und die Haut fühlt sich danach weich und zart an, vor allem, wenn man zuvor mit einer Trockenbürstenmassage die Durchblutung angekurbelt hat. Durch das Bürsten wird außerdem das Lymphsystem aktiviert, wodurch die Schadstoffe noch schneller abtransportiert werden können. Hier findest du eine Anleitung für Basenbäder und Bürstenmasagen.

7. Entgiftung über die Lunge durch Sport und Bewegung

Neben der Ernährung ist Sport die zweite wichtige Säule, die die Basis einer gelungenen Entgiftung bildet. Sport und Bewegung regen das Immunsystem und sämtliche Stoffwechselvorgänge an (11). Die Entgiftungsfunktion der Lunge wird durch die intensive Atmung beim Sport auf Hochtouren gebracht. Als Faustregel gilt hier: mindestens einmal am Tag an der frischen Luft für einige Minuten so richtig außer Atem kommen.

Sport kann zudem den Blutdruck senken, unterstützt die Darmtätigkeit und stärkt das Herz-Kreislauf-System. Den Blutdruck zu stabilisieren ist wichtig, da ein zu hoher Blutdruck unter anderem im Alter zu Demenz führen kann. Dadurch ist regelmäßige Bewegung zur Stabilisierung des Blutdrucks eine ideale Ergänzung beim Entgiften.

8. Seelisches und psychisches Entgiften

Entgiften können wir nicht nur auf der körperlichen Ebene. Im Gegenteil: Psyche und Seele sollten sogar unbedingt mit einbezogen werden. Achtsamkeit sorgt dafür, dass wir bewusster leben und mehr darauf achten, welchen Einflüssen unser Körper und unsere Seele ausgesetzt sind. Stress und negative Gedanken sollten wir „entgiften“, bevor sie uns schaden können. Außerdem könntest du bei dieser Gelegenheit auch gleich einen Blick auf deinen Umgang mit dem Smartphone oder den sozialen Medien werfen. Denn inzwischen belegen sogar Studien, dass ein übermäßiger Gebrauch vergleichbar mit einer Sucht ist (12) und viele negative Auswirkungen haben kann (beispielsweise eine schlechte Konzentrationsfähigkeit und eine messbar sinkende emotionale Intelligenz; 13). Auch hier kann also das Entgiften ansetzen. Wie wäre es mit einem „Social Media Detox“?

Download: Leitfaden zur Detoxkur

Für jene Menschen, die selbständig eine Detoxkur durchführen wollen, haben wir einen exzellenten Leitfaden mit 23 Seiten zusammengestellt. Es hat sich für viele Menschen als vorteilhaft herausgestellt, den Körper und auch die Seele von Zeit zu Zeit etwas zu entlasten. Dafür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, welche wir dir hier zeigen!

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Quellenangaben

  1. Grant DM. Detoxification pathways in the liver. J Inherit Metab Dis. 1991;14(4):421-30.
  2. Wang X, et al. Health Benefits of Silybum marianum: Phytochemistry, Pharmacology, and Applications. J Agric Food Chem. 2020 Oct 21;68(42):11644-11664.
  3. Marmouzi I, et al. The food plant Silybum marianum (L.) Gaertn.: Phytochemistry, Ethnopharmacology and clinical evidence. J Ethnopharmacol. 2021 Jan 30;265:113303.
  4. Ignat MV, et al. Plants of the Spontaneous Flora with Beneficial Action in the Management of Diabetes, Hepatic Disorders, and Cardiovascular Disease. Plants (Basel). 2021 Jan 23;10(2):216. 
  5. Huang D. Dietary Antioxidants and Health Promotion. Antioxidants (Basel). 2018 Jan 12;7(1). doi: 10.3390/antiox7010009.
  6. Michalsen A, Li C. Fasting therapy for treating and preventing disease – current state of evidence. Forsch Komplementmed. 2013;20(6):444-53.
  7. Horne BD, et al. Randomized cross-over trial of short-term water-only fasting: metabolic and cardiovascular consequences. Nutr Metab Cardiovasc Dis. 2013;23(11):1050-7.
  8. Jung S-J, et al. Effect of toxic trace element detoxificationbody fat reduction following four-week intake of the Wellnessup diet: a three-arm, randomized clinical trialNutr Metab (Lond). 2020 Jun 22;17:47.
  9. Cline JC. Nutritional aspects of detoxification in clinical practice. Altern Ther Health Med. May-Jun 2015;21(3):54-62.
  10. Ju Ah Kim, Jin Young Kim and Seung Wan Kang. Effects of the Dietary Detoxification Program on Serum γ-glutamyltransferase, Anthropometric Data and Metabolic Biomarkers in Adults. J Lifestyle Med. 2016 Sep; 6(2): 49–57
  11. Gleeson M, Walsh NP. The BASES expert statement on exercise, immunity, and infection. J Sports Sci 2012;321-4.
  12. Turel O, Vaghefi I. Social media detox: Relapse predictors. Psychiatry Res. 2020 Feb;284:112488.
  13. Small GW, et al. Brain health consequences of digital technology use. Dialogues Clin Neurosci. 2020 Jun;22(2):179-187. 
  14. Im Internet: https://spermidin.health/spermidin-und-sein-therapeutisches-potenzial/, Stand 24.09.2021

Offenlegung und Hinweis auf Werbung

Wir haben Produkte vom Institut AllergoSan kostenlos erhalten und diese objektiv getestet.

Bildquellen

  • Detox Smoothie zur Entgiftung: Wichy | Shutterstock.com
  • Frühlingkur mit Mikrosan: Institut AllergoSan
  • Eine Packung Probiotika von AllergoSan: Institut AllergoSan
  • Körper Entgiftung mit Gemüsesäften: Pikoso.kz | Shutterstock.com

Mag. Sandra M. Exl arbeitet als Redakteurin im Team von Lanaprinzip Publishing e.U. und schreibt über die Themen Heilfasten, Ernährung und gesunde Rezepte. Mit über 20 Jahren Fastenerfahrung und vielen beliebten YouTube-Videos über das Heilfasten ist sie im deutschsprachigen Raum eine der bekanntesten Fastenexpertinnen.