Klassische Kinderkrankheiten: Praktische Tipps für typische Beschwerden

Eltern möchten ihr Kind beschützen und geben alles, damit es ihm gut geht. Leider müssen die Kleinen auch viele Kinderkrankheiten durchmachen. Dies ist für alle Beteiligten nicht einfach. Baby- und Kinderkrankheiten sind aber zum Glück meist harmlos und sogar wichtig, damit der Nachwuchs ein starkes Immunsystem entwickeln kann. Worauf müssen Eltern achten und was können sie tun, wenn sie ein krankes Kind zuhause haben?

Was sind klassische Kinderkrankheiten?

Der erste Schnupfen, das erste Fieber oder die dramatische Premiere eines blutigen Knies: Den meisten Eltern sind diese Momente noch gut in Erinnerung. Vor allem auch weil sich nebst dem Wunsch alles wieder gut zu machen, ein klein wenig Hilfslosigkeit breitmacht. Wie kann ich meinem Kind helfen und ihm etwas Gutes tun? Wir reden hier natürlich von leichten Beschwerden und kleineren Verletzungen. Im Fall des Falles sollte natürlich immer ein Arzt konsultiert werden, gerade wenn man sich unsicher ist.

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes

Babys kommen zwar mit einem voll funktionsfähigen Magen-Darm-Trakt zur Welt, allerdings muss sich die Verdauung erst an die neuen Gegebenheiten außerhalb des Mutterleibs gewöhnen. Vor allem in den ersten drei Lebensmonaten leiden Neugeborene daher häufig an Verdauungsbeschwerden wie Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen[1]. Da sie sich in diesem Alter jedoch nur bedingt mitteilen können, zeigen sie die Beschwerden durch starke Unruhe oder ständiges Weinen. Lange wurde diese Phase bei Babys auch als Dreimonatskoliken bezeichnet. Heute gehen Mediziner aber davon aus, dass neben Magen-Darm-Problemen auch andere Faktoren wie Schlafschwierigkeiten das Weinen auslösen.

Wenn das Kind krank ist und es ständige Magen-Darm-Beschwerden hat, müssen auch andere Ursachen wie ein Reizdarm oder eine Magenschleimhautentzündung in Betracht gezogen werden.

Erkältungen

Im Mutterleib bekommen Babys über die Nabelschnur wichtige Antikörper (Eiweißmoleküle, die Krankheitserreger erkennen können) von der Mutter, die sie auch noch eine gewisse Zeit danach vor Viren, Bakterien und Pilzen bewahren. Dieser sogenannte Nestschutz nimmt jedoch zum Ende des ersten Lebensjahres hin ab, wodurch sich Kinderkrankheiten häufen[2]. Typisch sind vor allem grippale Infekte, die sich durch Schnupfen und Husten bemerkbar machen und oft von einer erhöhten Temperatur begleitet werden.
Weitere mögliche Infektionskrankheiten sind unter anderem:

  • Grippe
  • Mittelohrentzündung
  • Bindehautentzündung
  • Scharlach (Infektionskrankheit des Halses, die von Streptokokken (Bakterien) hervorgerufen wird)

So unangenehm diese Kinderkrankheiten für Eltern und Babys oft sind, sie tragen dazu bei, dass Kinder ein stabiles Immunsystem aufbauen. Denn nur so entwickeln sie Abwehrkräfte gegen verschiedene Erreger, die bei erneutem Kontakt mit den Eindringlingen aktiviert werden. Bei Atembeschwerden oder hohem Fieber (über 39,5°) sollte jedoch immer der Rat eines Kinderarztes eingeholt werden[3]. Er kann Eltern weitere Ratschläge geben, was zu tun ist, wenn sie ein krankes Kind zuhause haben.

Ein lachendes Kind vor einer Kreidetafel

Kinderkrankheiten mit Hautausschlag

Klassische Kinderkrankheiten wie Masern, Mumps oder Röteln (MMR) sind mittlerweile seltener geworden, da heutzutage fast jedes Kind Kombinationsimpfungen gegen diese Erkrankungen verabreicht bekommt. Auch Windpocken, die einen juckenden Ausschlag mit Bläschen sowie grippeähnlichen Symptomen hervorrufen, lassen sich durch Impfungen weitgehend vermeiden. Immer mehr Eltern sehen die Vielzahl an Impfungen gegen Kinderkrankheiten jedoch kritisch und differenzieren hier sehr genau, ob wirklich jede Impfung sinnvoll ist. Immerhin sind auch eventuelle Nebenwirkungen abzuwägen.
Aber auch wenn das Kind gegen Windpocken geimpft ist, können dennoch Hauterkrankungen auftreten. Die zarte Haut von Babys und Kindern bietet nämlich eine Angriffsfläche für verschiedene Virusinfektionen und auch erbliche Erkrankungen sind möglich. Infrage kommen beispielsweise:

  • Windelsoor: Infektion mit Hefepilzen im Bereich der von einer Windel abgedeckten Haut.
  • Neurodermitis: Erbliche Hauterkrankung, die ab dem dritten oder vierten Lebensmonat auftreten kann und sich durch eine allgemein trockene Haut mit geröteten, entzündeten und stark juckenden Stellen äußert.
  • Milchschorf: Schuppiger, gelblicher und stark juckender Hautausschlag an Kopf und Gesicht, der Vorbote von Neurodermitis sein kann.

Viele Hautstörungen sind nur temporär und verschwinden nach kurzer Zeit mit der richtigen Pflege und entsprechenden Cremes von allein wieder. Dennoch sollten sich Eltern – vor allem bei unklaren Hautreaktionen – immer von ihrem Kinder- oder einem Hautarzt beraten lassen. Das gilt insbesondere dann, wenn neben Juckreiz und Rötungen weitere Symptome, wie Fieber, auftreten.

Schriftzug Leitfaden zur Detoxkur

Was tun, wenn das Kind krank ist?

Egal, um welche Kinderkrankheit es sich handelt: Ist das Kind krank, braucht es besonders viel Zuneigung und eine gute medizinische Versorgung. Im Zweifelsfall ist daher immer ein Kinderarzt aufzusuchen. Oftmals entwickeln Eltern aber ein gutes Gespür dafür, ob etwas Ernsteres dahintersteckt oder es sich um einen harmlosen Infekt handelt, der von selbst wieder abklingt.
Leidet der Nachwuchs an Bauchschmerzen, kann es beispielsweise hilfreich sein:

  • das Bäuchlein ihres Kindes sanft zu massieren,
  • eine Wärmflasche aufzulegen oder
  • das Kind in der Position Fliegergriff (Kind liegt mit dem Bauch auf dem Unterarm) zu tragen.
  • Tee mit krampflösender Wirkung, wie Kamille, Fenchel, Kümmel und Anis

Bei Durchfall sollten Mama und Papa hingegen darauf achten, dass ihr Kind genügend Flüssigkeit zu sich nimmt und Ruhepausen hat. Denn genügend Schlaf ist wichtig und fördert die Genesung. Diese Maßnahmen sind auch bei Erkältungskrankheiten wichtig. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass bei Schnupfen die Nase frei bleibt, um dem Kind das Atmen und Trinken zu erleichtern.

Kamille – die Kinderpflanze schlechthin

  • Bei Verdauungsbeschwerden, Bauchkrämpfen, Blähungen und Magen-Darmentzündungen kann ein Tee aus Kamillenblüten helfen. Aufgrund ihrer antibakteriellen, wundheilenden und krampfstillenden Wirkung hat die Echte Kamille ein besonders breites Wirkunsspektrum[4]. Ein gehäufter Teelöffel Kamillenblüten wird mit 250 ml heißem Wasser aufgegossen und etwas ziehen gelassen. Bei Kleinkindern können 2-5 kleine Tassen pro Tag gegeben werden. Babys erhalten je 2-5 Teelöffel Kamillentee vor dem Stillen bzw. vor dem Fläschchen. Äußerlich kann ein warmer Kamillenwickel für ca. 15-20 Minuten angewendet werden. Bei weiterbestehenden Beschwerden, vor allem wenn zusätzlich Fieber auftritt, bitte sofort den Arzt aufsuchen!
  • Bei Mundschleimhaut- und Zahnfleischentzündungen haben sich Mundspülungen mit Kamillentee bewährt. Bei Halsschmerzen hilft Gurgeln mit Kamillentee.
  • Bei Erkältungsbeschwerden, Heiserkeit, Schnupfen und Nebenhöhlenentzündungen kann eine Inhalation mit Kamillenblüten Linderung verschaffen. 2-3 Mal täglich ca. 10 Minuten mit einem heißen Aufguss aus Kamillenblüten inhalieren. Vorsicht, bitte Kinder niemals alleine inhalieren lassen!
  • Bei Entzündungen und bakteriellen Infektionen der Haut wirkt die Kamille beruhigend und entzündungshemmend. Gerade bei einem wunden Po oder leichten Hautekzemen sowie Entzündungen der Vorhaut eignen sich ganz hervorragend tägliche Sitz- bzw. Vollbäder mit Kamille. Dazu wird ein Auszug aus Kamillenblüten (erhältlich in der Apotheke) oder starker Kamillentee (100 g Blüten auf 2 l Wasser) zum Badewasser gegeben.

Grundsätzlich müssen Eltern das Kind stets im Auge behalten, wenn es krank ist. Damit das auch mit dem Berufsleben vereinbar ist, haben alleinerziehende Eltern pro Kind und Jahr 20 Arbeitstage Anspruch auf die Zahlung von Krankengeld, wenn sie aufgrund eines Krankheitsfalles in der Familie zu Hause bleiben müssen. Bei verheirateten Paaren hat jedes Elternteil Anspruch auf den Ausgleich von maximal 10 Fehltagen[5].

Kaskadenfermentierte Enzyme

Viele erfahrene Kinderärzte und Heilpraktiker nützen bereits die gesundheitsfördernde und immunmodulierende Wirkung von sogenannten fermentierter Essenzen. Hierbei handelt es sich um einen durch Fermentation gewonnenen flüssigen Enzymaufschluss aus natürlichen Ausgangsstoffen, wie biologisch angebauten Nüssen, Gemüse und Früchten. Bei dem mehrstufige Verfahren (Kaskadenfermentation) zur Gewinnung der Essenz werden die Inhaltsstoffe in kleinste Wirkeinheiten zerlegt und dem Körper als Enzymbausteine zur Verfügung gestellt. Dieser kann sich diese je nach Bedarf zunutze machen und so selbst in die natürliche Balance finden.

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Erkältungen, grippale Infekte und Bronchitis

Zur äußerlichen Anwendung können Wickel gemacht werden. Bei Bronchitis und Atemwegsinfekten kann dem Kind eine Mullbinde mit Regulatessenz 1:1 mit Wasser verdünnt über Nacht auf die Brust gelegt werden. Zusätzlich kann das Regulat im Verhältnis 1:7 mit Wasser als Nasenspray verwendet werden.

Mittelohrentzündung (Otitis media)

Besonders Kleinkinder sind oftmals von einer akuten Mittelohrenzündung betroffen. Um die Schmerzen, die Entzündung und den Druck zu lindern gibt es eine sanfte Möglichkeit. Dazu Aconit Ohrentropfen (10 Tropfen) mit der Regulatessenz (5 Tropfen) gut vermischen. Mehrmals täglich einen Tropfen ins Ohr tröpfeln und das Ohr vorsichtig von außen massieren.

Beschwerden aufgrund gestörter Darmflora

Viele Magen-Darm Probleme bei Kindern lassen sich auf falsche Ernährung oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten zurückführen. Eine gestörte Darmflora kann mit vielen Beschwerden einhergehen und zu tiefgreifenderen Erkrankungen führen. Auffällig ist, dass auch zahlreiche kleine Neurodermitis-Patienten eine Dysbalance im Darmmilieu aufweisen. Zusätzlich zur oralen Einnahme empfiehlt sich die unterstützende Gabe von Probiotika.

Allergien

Bei Schwellungen der Schleimhäute und tränenden Augen (z.B. bei Heuschnupfen) kann als sofortige Hilfsmaßnahme Regulatessenz 1:4 mit Wasser verdünnt als Nasenspray angewendet werden. Zusätzlich empfiehlt sich die orale Gabe der Essenz.

Berührung und Zuneigung

Die wohl wichtigsten und auch günstigsten Mittel bei allen erdenklichen Wehwehchen sind Berührung und Zuneigung. Berührung fördert gerade bei Babys und Kleinkindern den Heilungsprozess, lindert Schmerzen und wirkt beruhigend. Dies geschieht durch die Ausschüttung von Oxytocin, einem wichtigen Neurohormon, das bereits im Geburtsprozess eine bedeutende Rolle einnimmt. Berührung und Hautkontakt tragen in jedem Fall zur Stärkung des Immunsystems bei. „Wenn man kuschelt, repariert man sich gegenseitig“ – da ist etwas Wahres dran und gilt nicht nur für Kinder.

Das Aua wegpusten

Ein weiteres vielleicht unterschätztes, aber allseits beliebtes Ritual ist das „Wegpusten“ des Schmerzes. Wenn es vielleicht nicht auf körperlicher Ebene helfen mag, durch das Abziehen der Aufmerksamkeit auf den Schmerz, erfahren Kinder tatsächlich Linderung. Überhaupt können sich Eltern den sogenannten Placeboeffekt zur Stärkung der Selbstheilungskräfte zunutze machen. Selbstverständlich gilt dies wiederum nur für kleine und unbedenkliche Zipperlein.

Laut Placebo-Forschern ist die wichtigste Voraussetzung für das Eintreten des Placeboeffektes eine positive Erwartungshaltung. Kinder betrachten uns als ihre Vorbilder und setzen natürlich positive Erwartungen in uns. Mit viel Liebe und ein klein wenig Magie kann so aus Tee oder verdünntem Fruchtsaft schnell ein stärkender Zaubertrank werden. Das bedeutet keinesfalls, dass wir unsere Kinder ständig „belügen“ sollten. Als Elternteil hat man ohnehin das richtige Gespür dafür, ob ein wenig unterstützendes Placebo angebracht ist oder nicht.

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Bildquellen

  • Ein fröhliches Kind: dreamerve | Shutterstock.com

Quellenangaben

Quellenangaben
1 Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Die Verdauung bei Säuglingen. URL: https://www.kindergesundheit-info.de/themen/ernaehrung/0-12-monate/verdauung/, aufgerufen am: 19.08.2022.
2 Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Das Baby – Informationen für Eltern über das erste Lebensjahr. Mohn Media: 2007. S.59. URL: https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/frauenklinik/PDF/BZGA_Das_Baby.pdf, aufgerufen am: 19.08.2022.
3 Kinderärzte im Netz: Fieber. URL: https://www.kinderaerzte-im-netz.de/erste-hilfe/sofortmassnahmen/fieber/#:~:text=Wann%20leidet%20ein%20Kind%20unter,hat%20das%20Kind%20hohes%20Fieber, aufgerufen am: 19.08.2022.
4 Im Internet: https://www.sciencedaily.com/releases/2015/05/150520160312.htm, abgerufen am 19.08.2022
5 Bund Verlag: Kind krank: 7 Fragen zur Freistellung. URL: https://www.bund-verlag.de/aktuelles~7-Fragen-zur-Freistellung-bei-Erkrankung-eines-Kindes~ , aufgerufen am: 19.08.2022.