Zellerneuerungstherapie mit PPC

PPC (Polyenylphosphatidylcholin) ist wichtiger Bestandteil unserer Zellmembranen, die für einen reibungslosen Stoffwechsel von zentraler Bedeutung sind. Von außen zugeführtes PPC leistet in der Medizin gute Dienste zur Zellverjüngung sowie Vorbeugung und Therapie von vielerlei Beschwerden, unter anderem bei Problemen mit Leber, Nieren und Darm. Wir haben uns das Wirkprinzip von PPC und die Verabreichungsmöglichkeiten genauer angesehen.

Die Bedeutung der Zellmembran für den Körper

Unser Körper besteht aus etwa 30 Billionen Zellen, das ist eine 3 mit 13 Nullen. Die Zelle besteht aus verschiedenen Bausteinen: der Membran sowie den Organellen wie den Mitochondrien und dem Zellkern im Inneren. Alle Membranen bestehen zu etwa 70% aus Phosphatidylcholinen (PC), die auch als Lecithine bezeichnet werden. Spezielle Untergruppen der PC, nämlich die PPC, haben erstaunliche Wirkungen, auf die wir unten genau eingehen.

Aufbau der Zellmembran

Bei der Zellmembran handelt es sich um eine nur sechs bis zehn Nanometer dicke, sogenannte Doppellipidschicht. Diese entsteht, indem die hydrophilen, wasserlöslichen “Köpfe” der Membranbestandteile nach außen gerichtet sind. Nach innen hin zeigen jeweils die lipophilen, also fettlöslichen Pole. In der Vergangenheit wurden die Membranen schlichtweg als Hüllen angesehen, welche die Zellen von ihrer Umgebung trennen und ihnen ein eigenes Milieu ermöglichen. In den letzten 20 Jahren jedoch sind die Molekularbiologen zu Erkenntnissen gelangt, die die Bedeutung der Membranen entscheidend verändert haben.

Die Zellmembran als eigenständiges, lebenswichtiges Zellorgan

In die Membran von Zellen und Organellen eingebettet liegen zahlreiche Strukturen, die sehr unterschiedliche Funktionen übernehmen können.[1] Dazu gehören viele verschiedene Proteine (Eiweiße), die Informationen entdecken, aufnehmen, entschlüsseln, verarbeiten und weiter verteilen können.[2] Insgesamt sind etwa 2.000 Membranproteine bekannt. Dazu gehören beispielsweise Transporter, die verschiedene Stoffe selektiv in die Zelle hinein oder aus der Zelle heraus transportieren können. Doch die Zellmembran erfüllt noch viele weitere Aufgaben in der Zelle.

Zu den Aufgaben der Zellmembran gehört unter anderem:

  • Abgrenzung von Zellinnenraum zur Umgebung
  • Schutz der Zelle vor schädlichen Einflüssen
  • Selektiver Transport in die Zelle und aus der Zelle heraus
  • Austausch von Wasser und Ionen zur Aufrechterhaltung von Homöostase und Membranpotential
  • Identifikation der Zelle gegenüber dem Immunsystem
  • Rolle bei der Kommunikation zwischen Zellen und der Signalübertragung[3]
  • Beeinflussung der Zellaktivität
  • Beeinflussung verschiedener Krankheiten

Die Membran ist also nicht einfach eine Hülle, sondern vielmehr ein eigenständiges Organ zur Steuerung der Zellfunktionen. Man könnte sie auch als das Gehirn der Zelle bezeichnen. Und es liegt in der Natur das Sache, dass ein Gehirn gut versorgt sein will.

Eine ältere Frau sitzt in einer Wiese

Bedeutung der Membran bei Alterung und Krankheitsentstehung

In unserer Jugend ist die Membran sehr weich und fluide. Dadurch lässt sie den Austausch zwischen Innen und Außen sehr gut zu. Mit zunehmendem Alter werden in die Zellmembran Cholesterin und andere Stoffe eingebaut. Das führt dazu, dass die Membranen immer unflexibler, starrer und damit undurchlässiger werden. Diese Undurchlässigkeit führt dazu, dass die Membranen viele ihrer Funktionen nicht mehr optimal erfüllen können. Die eingebundenen Proteine arbeiten ständig auf Hochtouren, was auf Dauer zu zahlreichen chronischen Erkrankungen führen kann.

Neue Studien zeigen, dass die Zellmembran-Zusammensetzung auch mit der Entstehung und dem Fortschreiten von Krebserkrankungen im Zusammenhang steht[4], weshalb die Beeinflussung der Membran auch in der Krebstherapie-Forschung zunehmend in den Fokus rückt.[5] Es deutet auch vieles darauf hin, dass das Altern der Membranen eine Rolle bei der Entstehung von Demenzerkrankungen wie Alzheimer spielen könnte.[6] So zeigen erste Studien, die bei der Membranbeschaffenheit ansetzen, bereits positive Tendenzen auf. Weiter unten gehen wir zudem auf die Bedeutung der Membranzusammensetzung für die Funktion von Leber, Niere und Darm ein.

Was sind Phosphatidylcholine (PC)?

Einer der bedeutsamsten und auch mengenmäßig überwiegenden Bestandteile der Membranen sind die Phosphatidylcholine, die wir der Einfachheit halber mit PC abkürzen. PC werden oft auch als Lecithine bezeichnet. Es handelt sich chemisch betrachtet dabei um verschiedene Phospholipide, die sich aus Fettsäuren, Glycerin, Phosphorsäure und Cholin zusammensetzen und sowohl beim Menschen als auch bei Tieren und Pflanzen essenzielle Membranbausteine darstellen. Aufgrund ihrer emulgierenden und dispergierenden Funktion werden PC oft Lebensmitteln als Emulgatoren zugesetzt.

Die PC wurden bereits im 19. Jahrhundert entdeckt und damals vorwiegend als strukturelle Basis der Zellmembran angesehen.[7] Heute weiß man mehr, denn PC scheinen noch zahlreiche andere Funktionen zu erfüllen. Spezielle Untergruppen der PC, die wir im Folgenden näher beschreiben, sind für die Gesundheit sowohl vorbeugend als auch therapeutisch von großer Bedeutung.

Was ist Polyenylphosphatidylcholin (PPC) und “Dilli” (DLPC)?

Unter den PC sind einige Vertreter speziell interessant für die Forschung geworden, da sie ein großes therapeutisches Potenzial bergen. Dazu gehören die Polyenylphosphatidylcholine (PPC). Das wichtigste Molekül im PPC ist das 1,2-Dilinoleoylphosphatidylcholin (DLPC), das vom Ärzteteam, welches das Nahrungsergänzungsmittel Memphosan (siehe unten) entwickelt hat, kurz “Dilli” genannt wird. Diese Bezeichnung ist so eingängig, dass wir sie in diesem Text übernommen haben.

Dilli hat eine einzigartige Struktur mit zwei gebundenen Linolsäuren, was das Molekül von allen anderen Lecithinen unterscheidet. Durch die zwei Linolsäuren benötigt es mehr Platz und ist beweglicher. Dadurch ist es ein bedeutsamer Faktor für die Flexibilität und Fluidiät von Membranen.[8] Das macht Dilli zum idealen Kandidaten für ein Membrantherapeutikum, das die Reparatur und Regeneration alternder oder geschädigter Membranen unterstützen kann.

Phosphatidylcholine (PPC) Infografik zum Thema Wirkungsweise

Wirkungen der Phosphatidylcholine

Veränderungen der Membran können nachweislich verschiedene Erkrankungen begünstigen.[9] PPC und Dilli haben als Membrantherapeutikum überall dort Potenzial, wo eine geschädigte Membran, eine veränderte Membranzusammensetzung oder eine verminderte Flexibilität der Membran vorliegen, oder wo solchen Prozessen vorgebeugt werden soll. Es ist deshalb kaum verwunderlich, dass inzwischen zahlreiche Studien eine positive Wirkung von PPC-Präparaten auf Erkrankungen und für die Zellverjüngung bestätigt haben.

Wir führen hier einige der am besten untersuchten Wirkungen von PPC auf, darunter den Einsatz zur Unterstützung der Funktion von Leber, Niere und Darm sowie als Anti-Aging-Mittel zur Zellverjüngung. Auch auf Indikationen wie Diabetes, Psoriasis, neurologische Erkrankungen, Atherosklerose, Fettembolie, Atemnotsyndrom und Gestose könnte ein möglicher Einfluss von PPC gegeben sein.

Unterstützung der Leberfunktion

Die Leber ist das wichtigste Entgiftungsorgan des Körpers. Wir haben hier auf unserer Seite bereits öfter über Detox berichtet. Hierbei ist eine der wichtigsten Detox-Maßnahmen, die Leber in ihrer Funktion zu unterstützen. Darum war für uns besonders spannend, dass die Phosphatidylcholine hier einen ganz neuen Ansatzpunkt liefern können.

In Studien hatte hochangereichertes PPC aus der Sojabohne zahlreiche leberschützende und regenerative Effekte: Es konnte die Leber vor schädigenden Einflüssen durch Medikamente und chemische Substanzen schützen. So wird es beispielsweise erfolgreich als Leberschutz während Chemotherapien eingesetzt. Auch bei einer diagnostizierten Fettlebererkrankung (alkoholisch und nicht alkoholisch) kann PPC effektiv gegensteuern und ist eine wirkungsvolle Begleittherapie bei dieser häufigsten chronischen Lebererkrankung.[10]

Vorbeugung und Behandlung von Nierenerkrankungen

Auch bei Nierenerkrankungen haben PPC positive Effekte, zeigen verschiedene Studien. Die PPC könnten sich sowohl bei Einschränkungen der Nierenfunktion als auch bei dialysepflichtigen Patienten und in der Vorbeugung von Nierenerkrankungen nützlich erweisen. Gerade die Vorbeugung könnte sehr hilfreich sein, da die Zahl von Nierenerkrankungen (zum Teil auch bedingt durch Diabetes und Bluthochdruck) stetig steigt und viele Patienten erst spät von der Erkrankung erfahren, da zunächst keine Symptome auftreten.

PC bei Darmerkrankungen

Immer mehr Menschen leiden unter chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Konzentration von PC im Darm der Betroffenen deutlich geringer ist als bei Gesunden.[11] In aktuellen Studien zeichnet sich ab, dass das “Dilli” hier einen positiven Effekt haben kann.

Anti-Aging: PC zur Zellverjüngung

Das Altern ist ein Prozess, der zum Leben dazugehört, den wir aber dennoch stetig zu verhindern suchen. Wichtig ist dabei nicht nur, möglichst lange zu leben, sondern vor allem möglichst gesund, mit hoher Lebensqualität und ohne belastende Erkrankungen.

Auch in diesem Zusammenhang spielen die Membranen eine wichtige Rolle. Das verwundert wenig, denn die Zellmembranen schützen vor schädlichen Einflüssen, sorgen durch Transportprozesse für eine optimale Ernährung aller Körperzellen und sind auch an der Autophagie beteiligt. Über die Autophagie (die “Müllabfuhr” der Zelle und wichtiger Faktor für die Zellalterung) haben wir bereits ausführlich berichtet.

Wichtig sind auch die Fluidität und Flexibilität der Membranen, die im Alter abnehmen und zu den typischen membranassoziierten Erkrankungen führen können, von denen wir einige bereits erwähnt haben.

Zellerneuerungstherapie mit PPC

Das NETZWERK-Globalhealth, ein internationales Ärztenetzwerk mit mehr als 2.500 aktiven Mitgliedern, hat dazu die Vita-Balance Kur oder auch Zellerneuerungstherapie (CRT) entwickelt. Heilberufler können das aus der Sojabohne gewonnene PPC über Infusionen oder Injektionen zur Membranflexibilisierung einschleusen.

Um den PPC-Level im Körper zwischen den einzelnen Therapie-Sitzungen konstant hochzuhalten, hat Dr. Dr. Karl-Josef Gundermann, einer der bekanntesten Spezialisten auf dem Gebiet der PPC Moleküle, die finale Rezeptur einer oralen Variante des Wirkstoffs in Kapselform geliefert. Untersuchungen haben gezeigt, dass PPC in hochgereinigter Form auch unabhängig von der Infusionskur deutliche positive Effekte auf den Körper hat. Daher hat das NETZWERK-Globalhealth sich entschieden, dieses Präparat unter dem Namen Memphosan als Nahrungsergänzungsmittel (* Werbung) auf den Markt zu bringen. Hier wird in einem technisch sehr aufwändigen Verfahren eine PPC-Reinform hergestellt, die Memphosan einzigartig auf dem Markt macht.

Wir haben uns dieses Nahrungsergänzungsmittel genauer angesehen.

Memphosan: „Dilli“ als Nahrungsergänzung

Memphosan enthält hochgereinigtes DLPC (“Dilli”) aus der Sojabohne, die einen besonders hohen Gehalt dieser Membranbausteine besitzen. Besonders wichtig zu wissen ist, dass Memphosan dennoch auch für Allergiker gegen Sojaprodukte geeignet ist. Das enthaltene Dilli ist so hoch gereinigt und sorgsam aufbereitet, dass es einen Reinheitsgehalt von bis zu 96% erreicht. Die Allergien auslösenden Proteine werden herausgefiltert, bis nur noch die reinen unbedenklichen Aminosäuren enthalten sind. Für Veganer / Vegetarier eignen sich die Kapseln aber nicht (enthalten Gelatine).

Eine Packung Memphosan PPC
(* Werbung/Link zu NETWORK-Globalhealth)

Memphosan kann bei chronischen Erkrankungen (zusätzlich zu den verordneten Medikamenten) in der Intensivphase mit einer Dosierung von 4 Kapseln am Tag eingenommen werden. Auch akute Beschwerden oder anhaltende Down-Phasen können auf diese Weise intensiv behandelt werden. In der Erhaltungsphase bzw. vorbeugend reichen 2 Kapseln am Tag aus.

Es ist sehr spannend, dass sich die oben genannten positiven Effekte auf die Membran durch die einfache Einnahme von Kapseln erreichen lassen. Da es sich um einen körpereigenen Membranbaustein handelt, sind Nebenwirkungen kaum zu erwarten. Auch die Entwicklungsgeschichte, die von Ärzten geleitet wurde und die auf medizinischen Forschungsergebnissen und einem reellen Bedarf beruht, könnte Memphosan unter den unzähligen im Handel erhältlichen Nahrungsergänzungsmitteln zu einem sehr sinnvollen und vielversprechenden Produkt zur Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen und als Anti-Aging-Mittel machen.

Offenlegung und Hinweis auf Werbung

Dieser Beitrag wurde von Lichtblick GmbH unterstützt. Wir haben Produkte von Lichtblick GmbH kostenlos erhalten und objektiv über diese berichtet.

Teilen macht Freude und du unterstützt unsere Arbeit!

Bildquellen

  • Eine ältere Frau im Grünen: Ruslan Huzau | Shutterstuck.com

Quellenangaben

Quellenangaben
1 Sezgin E, et al. The mystery of membrane organization: composition, regulation and roles of lipid rafts. Nat Rev Mol Cell Biol. 2017 Jun;18(6):361-374.
2 Cheng X, Smith JC. Biological Membrane Organization and Cellular Signaling. Chem Rev. 2019 May 8;119(9):5849-5880.
3 Sarkar P, Chattopadhyay A. Insights into cellular signaling from membrane dynamics. Arch Biochem Biophys. 2021 Apr 15;701:108794.
4 Pizzagalli MD, et al. A guide to plasma membrane solute carrier proteins. FEBS J. 2021 May;288(9):2784-2835.
5 Preta G. New Insights Into Targeting Membrane Lipids for Cancer Therapy. Front Cell Dev Biol. 2020; 8: 571237.
6 Yu Q, Zhong C. Membrane Aging as the Real Culprit of Alzheimer’s Disease: Modification of a Hypothesis. Neurosci Bull. 2018 Apr;34(2):369-381.
7 Furse S, de Kroon AIPM. Phosphatidylcholine’s functions beyond that of a membrane brick. Mol Membr Biol. 2015;32(4):117-9.
8 KARL-JOSEF GUNDERMANN: Die Bedeutung von Polyenylphosphatidylcholin zur Verringerung von Fettpolstern in Desoxycholat-haltigen Injektionslösungen. Medical Research Archives, Vol. 5, Issue 8, August 2017
9 Harayama T, Riezman H. Understanding the diversity of membrane lipid composition. Nat Rev Mol Cell Biol. 2018 May;19(5):281-296.
10 Gundermann K-J, et al. Essential phospholipids in fatty liver: a scientific update. Clin Exp Gastroenterol. 2016 May 5;9:105-17.
11 Stremmel W, et al. Delayed-Release Phosphatidylcholine Is Effective for Treatment of Ulcerative Colitis: A Meta-Analysis. Dig Dis. 2021;39(5):508-515.