CBD-Öl – Wirkung, Inhaltsstoffe und Anwendung

CBD-Öl und sein Hauptwirkstoff Cannabidiol stammen zwar aus der Hanfpflanze, wirken jedoch nicht berauschend und sind völlig legal. Das Öl wird unter anderem gegen Ängste, Schmerzen und Entzündungen eingesetzt.

CBD-Öl (Cannabidiol-Öl) ist aktuell eines der am meisten erwähnten Produkte. Die Substanz CBD wird aus der Hanfpflanze gewonnen. Anders als das in Cannabis enthaltene THC (Tetrahydrocannabinol) wirkt sie keinesfalls berauschend und hat keine psychoaktive Wirkung. Dass das CBD-Öl derzeit in aller Munde ist, liegt eher daran, dass es mit vielen positiven Wirkungen auf den Körper, die Psyche und das Wohlbefinden in Verbindung gebracht wird. Nachfolgend wird alles Wissenswerte rund um die Inhaltsstoffe, Vorteile und Anwendung erläutert.

Während CBD vor einigen Jahren noch weitgehend unbekannt war, kommt es heutzutage bei vielerlei Beschwerden von Mensch und Tier zum Einsatz. Hauptsächlich wird es in Form von CBD-Öl angewendet, es gibt jedoch auch verschiedene andere Produkte mit CBD. Wir haben Tipps für dich zusammengestellt, worauf du achten solltest, um ein qualitativ hochwertiges, sicheres und richtig dosiertes CBD-Produkt zu kaufen.

Was ist CBD-Öl?

CBD ist die Abkürzung für eine Stoffgruppe, die Cannabidiole. Sie sind in der Hanfpflanze enthalten, haben jedoch nichts mit der berauschenden Wirkung von Cannabis zu tun.[1] Die Rauschwirkung von Marihuana oder Haschisch hängt vor allem vom Gehalt an THC (Tetrahydrocannabinol) ab. Das hat Jahrzehnte lang dazu geführt, dass die Wirkung von CBD kaum erforscht wurde. Bereits 1940 konnte CBD zum ersten Mal aus Cannabis isoliert werden.[2] Seine chemische Struktur ist seit 1963 bekannt. Studien befassten sich zunächst aber nur mit THC, der vermeintlich “aktiven” Komponente, wobei man Aktivität mit Psychoaktivität gleichsetzte. Heute weiß man, dass CBD zahlreiche therapeutische Möglichkeiten bietet, die lange übersehen wurden.

CBD-Extrakte werden aus speziellen Hanfsorten gewonnen, die einen sehr geringen THC-Gehalt haben. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Konzentration von maximal 0,2 Prozent THC in Nutz- oder Industriehanf. Es handelt sich bei CBD also nicht um ein Rauschmittel, sondern um eine legale und inzwischen vielfach in Studien untersuchte Substanz.

Viele Menschen bringen die Hanfpflanze zunächst mit der als Rauschmittel angebauten Cannabis-Pflanze in Verbindung. Doch Hanf, der kaum psychoaktive Substanzen (z.B. THC) enthält, wird schon seit Jahrtausenden als Faserpflanze kultiviert. Er gehört zu den ältesten Nutzpflanzen weltweit. Aus den Fasern können unter anderem Textilien, Segeltücher, Garne und Papier gewonnen werden.

CBD-Öl neben Hanfpflanzen auf einem Tisch

Der Faserhanf enthält als Bestandteil auch das CBD, das chemisch zu den genannten Cannabinoiden gehört. Das aus diesem Faserhanf gewonnene Öl wirkt nicht berauschend, ist deshalb auch völlig legal und wird aufgrund seiner vielen positiven Wirkungen in den letzten Jahren immer bekannter. Nicht nur bei Menschen, auch bei Haustieren wie Hunden und Katzen wird das Öl erfolgreich bei zahlreichen Beschwerden eingesetzt.

Hauptsächlich verantwortlich für die Wirkung des Hanföls ist der Inhaltsstoff CBD. Die Qualität und Wirksamkeit eines Öles lässt sich deshalb am CBD-Gehalt erkennen (mehr dazu unten).

Was ist das Endocannabinoid-System?

Die Wirkung von CBD beruht unter anderem auf der Wechselwirkung mit dem körpereigenen Endocannabinoid-System, das ein Netzwerk aus verschiedenen Rezeptoren umfasst. Dieses System wird durch körpereigene Stoffe angeregt, die aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit Stoffen aus dem Hanf Endocannabinoide genannt werden. Dazu gehört beispielsweise der Botenstoff Anandamid, der schmerzlindernd wirkt und dessen Aktivität durch CBD erhöht wird.[3] Das Endocannabinoid-System erfüllt sowohl im zentralen Nervensystem als auch beim Zusammenspiel zwischen Nervensystem und Verdauungssystem eine wichtige Rolle.

Wie wirkt CBD?

Cannabidiol kommt in der Naturheilkunde einerseits als Mittel für den inneren Ausgleich zum Einsatz, denn es soll beruhigend und angstlösend wirken. Es soll aber auch Entzündungen hemmen sowie Schmerzen und Krämpfe lindern können. Viele schätzen auch seine appetitzügelnde Wirkung bei der Gewichtsreduktion. Manche dieser Effekte sind tatsächlich mit Studien belegt, andere wiederum beruhen lediglich auf Erfahrungen.

Welche Anwendungsmöglichkeiten von CBD-Öl gibt es?

Das Öl enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe wie Mineralstoffe und Spurenelemente (Kalium, Kalzium, Eisen und Magnesium), Vitamine (Vitamin E, B1 und B12), Proteine, Ballaststoffe und ungesättigte Fettsäuren, wobei die verschiedenen enthaltenden Cannabinoide das Öl besonders nährstoffreich machen.

Cannabidiole werden für verschiedene Indikationen eingesetzt. Einige davon sind bereits gut erforscht, andere werden gerade erst genauer untersucht. Hier findest du eine kurze Übersicht über einige mögliche Anwendungsbereiche, bei denen eine positive Wirkung nachgewiesen ist bzw. aktuell in Studien näher untersucht wird:

Als Nahrungsergänzungsmittel ist das CBD-Öl frei verkäuflich und kann somit rezeptfrei im Internet bestellt werden. Es sind bei der Anwendung folgende positive Effekte möglich:

Infografik Wirkungsweise von CBD

Schmerzmittel und Entzündungshemmer

Das CBD Öl soll schmerzlindernd, entzündungshemmend und entkrampfend wirken[12]. Es kann zum Beispiel zur Linderung von Kopfschmerzen und Migräne verwendet werden. Obwohl die Ursachen der Migräne noch zum Großteil ungeklärt sind, scheinen sie mit nervlichen Entzündungen zusammenzuhängen. Eine vorhandene Migräne-Neigung könnte laut Forschungen aus einem Mangel an sogenannten CB1-Rezeptoren im Gehirn resultieren. CBD kann dabei helfen, dem entgegenzuwirken.

Da herkömmliche Medikamente bei der Behandlung von Schmerzen oft mit starken Nebenwirkungen einhergehen, kann das CBD-Öl eine gute Alternative oder Ergänzung sein, um die Arzneimittel abzusetzen oder die Dosis zu reduzieren. Dabei gilt jedoch zu berücksichtigen, dass CBD zwar in der Lage ist, die Schmerzen zu verbessern, es aber nicht die Ursache, aus denen sie resultieren, beseitigt. Es heißt, dass CBD die Signalwirkung von Adenosin verstärkt. Der körpereigene Stoff hemmt die Ausschüttung der belebenden und aktivierenden Botenstoffe im Nervensystem. Auf diesem Mechanismus basieren vermutlich einige der entzündungshemmenden Wirkungen des CBD-Öls.

Wirksam zeigte sich CBD in mehreren medizinischen Fallberichten auch bei Rückenschmerzen. Dabei spielen, so betont ein internationales Forscherteam in einer 2021 in der Zeitschrift Expert Review of Clinical Pharmacology, zwei unterschiedliche Faktoren eine Rolle[13]: Zum einen kann CBD die Schmerzen reduzieren, zum anderen kann es aber auch die Ängste nehmen, die zu Schonhaltungen und Verstärkung der Beschwerden führen können.

Aktuell wird die Einnahme von CBD-Öl auch bei Gelenkerkrankungen untersucht[14]. Cannabidiol vermag zwar nichts gegen die Ursache der Krankheit auszurichten, doch Studien zeigen, dass es bei Arthritis (Gelenkentzündung) und Arthrose (Knorpelverschleiß) möglicherweise die Schmerzen lindern und entzündliche Prozesse hemmen kann.

Ängste, Stress und Schlafstörungen

Länger anhaltender Stress und nervöse Zustände können der Gesundheit schaden, weil dadurch das Herz-Kreislauf-System belastet wird und Schlafstörungen auftreten können. Mit dem CBD-Öl kann dies aufgrund der beruhigenden Wirkung verhindert werden. Viele nutzen es, um ihre depressiven Verstimmungen oder Einschlafprobleme zu lindern. Inzwischen bestätigen auch zahlreiche Studien den angstlösenden Effekt[15] und die Wirksamkeit bei Stress und stressbedingten Erkrankungen.

Zu diesem Thema erscheinen aktuell immer wieder spannende Forschungsergebnisse, die stetig immer tiefere Einblick in die Wirkungsweise von CBD bei Ängsten oder psychischen Erkrankungen geben. 2021 fassten Forscher die bisher bekannten, angstlösenden und anti-depressiven Wirkungen von CBD zusammen[16]. Sie fanden zahlreiche Studien, die die Wirkungsweise auf molekularer Ebene, in Laborversuchen oder in medizinischen Studien untersuchten, und die eine Anwendung von CBD bei Ängsten und Depressionen unterstützen. Zusätzlich werden weitere Indikationen aktuell untersucht, bei denen CBD eine vielversprechende Wirkung zeigte.

Dazu gehört die post-traumatische Belastungsstörung[17]. Auch Zwangsstörungen, die durch zwanghaftes, wiederkehrendes Verhalten gekennzeichnet sind (beispielsweise Waschzwang oder Ordnungszwang), sprechen teilweise gut auf CBD an. Dahinter stecken, so vermuten die Autoren einer 2021 erschienen Studie, vermutlich die Wirkungen von CBD auf oxidativen Stress und Entzündungen im Körper, die auch beim Auftreten von zwanghaftem Verhalten eine wichtige Rolle spielen[18].

Stärkung des Immunsystems und antioxidative Wirkungen

Das CBD-Öl soll das Immunsystem unterstützen und die Abwehrkräfte stärken. Hierfür sind beispielsweise die Carotinoide und das Chlorophyll verantwortlich. Sie tragen zudem zur Zellatmung, Entgiftung und Reinigung der Körperzellen bei. Die Carotinoide können außerdem das Herz-Kreislauf-System schützen. Die vorhandenen Vitamine E, B1 und B12 fangen schädliche freie Radikale ab und sollen somit oxidative Schädigungen verhindern können. Gegenstand aktueller Forschungen ist, ob sich durch CBD bestimmte Tumorzellen nicht vermehren können.

Eine weitere krebshemmende Wirkung resultiert daraus, dass die Bildung von neuen Blutgefäßen in Tumoren gehemmt wird. Zwar ist eine Behandlung mit CBD keine Alternative zur herkömmlichen Krebstherapie, doch sie kann eine sehr sinnvolle Ergänzung sein.

Schriftzug Leitfaden zur Detoxkur

Epilepsie, Alzheimer und Parkinson

Bei einigen Epilepsie-Formen vermag das CBD-Öl die Anfälle zu unterdrücken oder eine Verbesserung herbeizuführen[19]. Das betrifft vor allem bestimmte genetisch bedingte Epilepsieformen. Bei der Erkrankung Alzheimer verkümmert das Gehirn zunehmend. Zu den möglichen Gründen gehören Entzündungsreaktionen im Nervengewebe, das Absterben von Nervenzellen, Ablagerungen (Plaques) im Gehirn sowie oxidativer Stress.

Das CBD-Öl soll in der Lage sein, die Entzündungsreaktion im Gehirn einzudämmen, den oxidativen Stress zu vermindern und die Nervenzellen zu schützen[20]. Auch bei Parkinson stellt CBD ein vielversprechendes Mittel zur Behandlung dar, zeigen aktuelle Studien[21]. Bei so schweren Erkrankungen wie Epilepsie, Demenz oder Parkinson sollte die Therapie jedoch immer von einem Arzt angeordnet und begleitet werden.

Allergien und Asthma

Cannabidiol soll das Immunsystem anregen und anti-entzündlich wirken. Das macht es auch interessant für Menschen mit Allergien oder allergischem Asthma. Bei Asthma kommt es zu chronischen Entzündungen im Lungengewebe und zu einer Überaktivität der Atemwege. In Laboruntersuchungen erwies sich in einem Modellsystem der Einsatz von CBD gegen allergisches Asthma als vielversprechend, die Lungenfunktion konnte verbessert werden[22].

Unterstützung der Gewichtsreduktion

Wird ein Mittel zum Abnehmen angepriesen, bin ich persönlich immer zunächst skeptisch. Für eine Gewichtsreduktion muss in jedem Fall immer zunächst die Basis da sein: Mehr Sport und eine ausgewogene, kalorienreduzierte Ernährung mit langfristiger Ernährungsumstellung sind unabdingbar, wenn man wirklich dauerhaft Gewicht verlieren will. Dass der Leidensdruck oft hoch ist, wenn man dringend abnehmen will, nutzen zahlreiche Firmen in ihren Marketingstrategien aus. Wenn alle „Wundermittel“, Diäten und Abnehmpillen funktionieren würden, die es auf dem Markt gibt, gäbe es wohl kein Übergewicht mehr.

Auch von CBD-Öl hört man immer wieder, dass es das Abnehmen unterstützen soll. Tatsächlich zeigen klinische Berichte, dass Cannabidiol den Appetit hemmen kann. Damit wirkt es genau gegensätzlich wie Cannabis und dessen Hauptwirkstoff THC, der den bei Marihuana-Konsumenten bekannten Heißhunger auslösen kann. Aus diesem Grund wird Cannabidiol bei Krebspatienten, die Untergewicht haben und zunehmen sollen, nicht dauerhaft zur Einnahme gegen Krämpfe oder Schmerzen empfohlen.

CBD-Öl kann zur Gewichtsabnahme also durchaus zusätzlich genutzt werden, um den Appetit einzudämmen. Nur sollte man sich dadurch keine Wunderwirkung erhoffen, sondern höchstens eine kleine Unterstützung, zum Beispiel durch die Einnahme bei akutem Heißhunger. Insgesamt gilt auch hier, dass im Vordergrund das Ernährungs- und Bewegungskonzept steht.

Weitere Einsatzmöglichkeiten für CBD

Aktuell werden viele weitere Indikationen für CBD untersucht. Dazu gehört auch der große Bereich der Krebserkrankungen. Endgültige Erkenntnisse, die umfassend anwendbar sind, gibt es hier noch nicht. Aber verschiedene Hinweise auf mögliche, positive Wirkungen, die momentan von verschiedenen internationalen Forschergruppen genauer untersucht werden. Dazu gehört die Anwendung von Cannabidiol begleitend zur Anti-Krebs-Therapie. Hierzu berichten Forscher aus München[23] über verschiedene medizinische und pharmakologische Aktivitäten, die CBD zu einem möglichen Krebs-Therapeutikum machen. Dazu gehört die anti-entzündliche Wirkung, die bei Tumorerkrankungen eine Rolle spielt, sowie eine direkte Hemmung des Wachstums bestimmter Krebszellen und das Erhöhen der Verträglichkeit bestimmter Chemotherapeutika. Das könnte CBD zu einem Wirkstoff machen, der begleitend zu herkömmlichen Therapien deren Wirkung ergänzen oder verbessern könnte. Das bestätigen auch andere Forscher, die einen Nutzen auch bei Fällen sehen, bei denen der Krebs sich als besonders resistent gegen herkömmliche Therapien zeigt[24].

Wie schnell wirkt CBD?

Nach der Einnahme von CBD-Öl ist mit einer Wirkung nach zwanzig Minuten bis zwei Stunden zu rechnen. Wie schnell CBD wirkt, ist individuell unterschiedlich und auch von zusätzlich eingenommenen Nahrungsmitteln abhängig. Wird CBD-Öl auf die Haut aufgetragen (Salben oder Cremes), ist mit einer Wirkung nach einer bis zwei Stunden zu rechnen.

Wie lange bleibt CBD nach der Einnahme im Körper?

Je nach Körpergewicht, Zustand des Stoffwechsels und Lebensführung des Konsumenten sowie Dosierung, Regelmäßigkeit der Einnahme, Bioverfügbarkeit und Aufnahmemethode von CBD, unterscheidet sich die Dauer der Nachweisbarkeit von Cannabidiol im Körper. Der Abbau von CBD kann bis zu fünf Tagen dauern.

Wichtig ist, dass bei Drogentests im Rahmen von Verkehrskontrollen oder betriebsärztlichen Untersuchungen nicht auf CBD getestet wird, da es sich bei CBD-Produkten um nicht berauschende Produkte handelt. Vielmehr dienen Drogentests dazu, z.B. THC in hohen Dosierungen und andere illegale Substanzen im Blut nachzuweisen. Der THC-Gehalt in legalen CBD-Produkten ist mit unter 0,2% sehr gering und bei einem Drogentest nicht relevant. Theoretisch müsste ein CBD-Produkt extrem überdosiert sein, um dem gesetzlichen THC-Grenzwert von 1 mg/ml nahe zu kommen.

Zu beachten ist, dass es durch eine Wechselwirkung zu höheren THC-Werten im Blut kommen kann, wenn THC-Konsumenten zusätzliche CBD-Produkte einnehmen[25].

Was bedeuten die unterschiedlichen Prozentangaben beim CBD-Öl?

Die Bandbreite an verschiedenen CBD-Konzentrationen im Öl ist relativ groß. Der Gehalt hängt unter anderem von der Hanfsorte ab. Das Öl kann auch aufkonzentriert werden, um den CBD-Gehalt zu erhöhen.

Üblich sind folgende Konzentrationen:

  • 2 bis 3%: niedrige Konzentration, die eher für Katzen oder kleine Hunde geeignet ist
  • 5%: gutes CBD-Öl für Menschen
  • 10% : deutlich teurer, denn bei dieser Konzentration zeigt sich oftmals eine sehr gute Wirkung, ideal bei Schmerzen und Krämpfen
  • 15 – 25%: diese CBD-Öl bietet akute Hilfestellung – die Dosierung muss genau beachtet werden, da ein Tropfen weniger oder mehr einen großen Unterschied machen kann
  • ab 20%: bei diesem hochkonzentrierten Öl sollte ein Mediziner über die Einnahme informiert werden

Heutzutage sind sogar Öle mit über 30% CBD erhältlich.

CBD-Öl ist rein pflanzlich, kann aber – wie alles, was eine Wirkung hat – auch Nebenwirkungen und Wechselwirkungen haben. Nebenwirkungen sind jedoch selten und in der Regel nur mild ausgeprägt. Viele Menschen nutzen Cannabidiol gerade wegen der guten Verträglichkeit und den geringen Risiken. Allerdings ist es bei bereits bestehenden Erkrankungen, der Einnahme von Medikamenten oder der Nutzung eines hoch dosierten CBD-Öls sinnvoll, vorher mit einem Arzt zu sprechen.

Gibt es Nebenwirkungen beim CBD-Öl?

CBD ist ein Stoff der Hanfpflanze mit vielen wissenschaftlich bestätigten positiven medizinischen Eigenschaften, es ist sicher einzusetzen und macht nicht abhängig. CBD greift in das körpereigene Endocannabinoid-System ein. Das kann erwünschte Wirkungen haben, aber auch zu Nebenwirkungen führen. Die häufigste Nebenwirkung ist Mundtrockenheit, was vergleichsweise harmlos ist. Vorsichtig solltest du mit CBD jedoch sein, wenn du niedrigen Blutdruck oder ein Glaukom (grüner Star) hast. Auch wenn du andere Erkrankungen hast oder bereits Medikamente einnimmst, solltest du vorher mit deinem Arzt sprechen, denn CBD kann Wechselwirkungen mit zahlreichen Medikamenten verursachen und die Leber belasten. Beachtet man diese Vorsichtsmaßnahmen, wird CBD von Medizinern aber als sehr sicher und nebenwirkungsarm beurteilt.[26]

CBD-Öl ist gut verträglich. Bekannt sind die folgenden Nebenwirkungen, die vor allem bei zu hoher Dosierung auftreten können:

  1. Müdigkeit: Eine erhöhte Müdigkeit kann bei der CBD-Öl-Einnahme vor allem bei Überdosierung auftreten.
  2. Einschlafprobleme: Während bei manchen Probanden erhöhte Müdigkeit festgestellt wurde, wirkte CBD bei anderen Probanden anregend. Die Folge waren Einschlafprobleme[27].
  3. Niedriger Blutdruck: Forschungsergebnisse[28] zeigen, dass der Blutdruck wie bei THC auch bei CBD-Öl sinken kann. Dies wiederum könnte in der Zukunft bei Bluthochdruck ein positiver Effekt sein.
  4. Trockener Mund: Die aktuelle Forschungslage widersprecht sich. Eine Studie in den USA kommt zum Ergebnis, dass ein trockener Mund eine der häufigsten Begleiterscheinungen ist, während eine internationale Studie keine THC-typischen Nebenwirkungen bei CBD auflistet[29][30].
  5. Appetitlosigkeit: Während „normales“ Cannabis mit THC appetitanregend wirkt, kann CBD-Öl den Appetit hemmen. Wenn du bereits unter Appetitmangel leidest, solltest du den Einsatz von CBD-Öl mit einem Arzt oder Heilpraktiker besprechen.[31]

Kaufberatung CBD-Produkte

Die Anzahl von CBD-Produkten im Handel steigt stetig. Um CBD ist in letzter Zeit ein regelrechter Hype entstanden. Dadurch wird es immer schwerer, den Überblick zu behalten. Wir haben hier für dich zusammengestellt, welche Darreichungsformen von CBD es gibt, und wie du ein sicheres, kontrolliertes und hochwertiges CBD-Öl erkennen kannst.

Welche Darreichungsformen von CBD gibt es?

Zum Einnehmen

  • CBD-Öl mit 5, 10 oder 20% CBD
  • Liposomales CBD-Öl (enthält CBD in verkapselter Form)
  • CBD-Kapseln
  • Tee
  • CBD-Kristalle (reines, kristallisiertes CBD)

Über die Lunge

  • Liquids für Verdampfer
  • CBD-Kristalle, die geraucht werden (Vaporisation)
  • Blüten von CBD-reichen und THC-armem Hanf, die geraucht werden

Zur äußerlichen Anwendung

  • Cremes und Kosmetik mit CBD (hier laufen aktuell noch Studien zur Wirksamkeit bei bestimmten Hauterkrankungen)

Welche Art der Einnahme ist zu empfehlen?

  • Wer zum ersten Mal CBD ausprobieren möchte, der ist zunächst wohl am besten mit einem guten CBD-Öl beraten.
  • Kapseln lassen sich weniger fein dosieren, während du beim Öl tropfenweise mehr oder weniger einnehmen kannst.
  • Bei Tee ist die Dosierung schwer abzuschätzen, da auch die Zubereitung und die individuelle Schwankung in verschiedenen Einzelpflanzen eine Rolle spielt.
  • Bei Produkten, die geraucht werden, solltest du wissen: Die Anwendung ist unter Umständen nur halb-legal (oder sogar ganz illegal), da Rauchwaren nicht als Nahrungsergänzungsmittel gelten und den Behörden die Ähnlichkeit der Anwendung zu Haschisch oder Marihuana oft ein Dorn im Auge ist.

Ideal ist unserer Meinung nach ein Vollextrakt-Öl, das auch weitere Bestandteile der Hanfpflanze enthält. Es wird vermutet, dass verschiedene sekundäre Pflanzenwirkstoffe zur Gesamtwirkung beitragen. Man spricht dann auch von Vollspektrum-CBD, das die Heilwirkung der Hanfpflanze voll ausnützen soll.

Eine Alternative zu normalem CBD-Öl ist liposomales Öl. Dieses enthält Liposomen. Das sind kleine Kügelchen, die den Inhalt mit einer Hülle aus Sojalecithin umgeben und als Transportmittel dienen. Das ähnelt den Transportprozessen, die auch natürlicherweise im Körper stattfinden. Von liposomalem Öl erhoffen sich die Hersteller eine effektivere und schnellere Aufnahme der Pflanzenwirkstoffe in die Körperzellen, also eine höhere Bioverfügbarkeit. Dieses liposomale Öl eignet sich auch, wenn du den Geschmack von herkömmlichem CBD-Öl sehr unangenehm findest. Aufgrund der Verkapselung schmeckt man hier deutlich weniger von dem typischen, herben Hanf-Geschmack.

Wie erkennt man hochwertiges CBD-Öl?

Beim Kauf eines CBD-Öls solltest du auf einige Punkte unbedingt achten. Gerade weil um CBD ein echter Hype entstanden ist, findet man inzwischen auch Produkte auf dem Markt, bei denen man weder verlässliche Informationen über einen kontrollierten CBD-Gehalt noch über niedrige THC-Konzentrationen oder die Schadstofffreiheit findet. Große Tests und Analysen zeigten, dass einige Produkte viel weniger CBD oder viel mehr THC enthielten, als angegeben.[32] Einige waren auch mit bedenklichen Konzentrationen an Schwermetallen und Schadstoffen verunreinigt.

Fragen und Tipps zur Auswahl von sicherem und kontrolliertem CBD-Öl

  • Der Anbieter sollte zertifiziert sein.
  • Die Herkunft der verwendeten Hanfpflanzen sollte angegeben sein.
  • Stammen die Pflanzen aus biologischem Anbau?
  • Enthält das Produkt einen standardisierten Vollextrakt, handelt es sich also um sogenanntes Vollspektrum-CBD (was von Vorteil ist)?
  • CBD-Gehalt, THC-Gehalt und Schadstofffreiheit sollten durch einsehbare Analysezertifikate für jede Charge belegt sein.
  • Gibt es Kontaktmöglichkeiten für Rückfragen oder Reklamationen?
  • Gibt der Hersteller Hinweise zur aktuellen Rechtslage?

Welches CBD-Öl: Sind 5%, 10% oder 20% ideal?

Hast du dich für den Kauf eines CBD-Öls entschieden, steht eine weitere Entscheidung an. Denn es gibt verschieden konzentrierte Öle. Die Konzentration wird in der Regel auf den Gesamtgehalt an Cannabidiolen bezogen. Üblich sind Öle mit 5%, 10% oder 20% CBD.

Hier gilt aber nicht, dass stärkere Beschwerden immer auch höhere Konzentrationen erfordern, oder dass mehr auch mehr hilft. Die Wirkung von CBD ist sehr individuell und bei jedem Menschen anders. Darum sollten Einsteiger zunächst am besten das geringer dosierte, fünfprozentige Öl wählen. Hier lässt sich die Dosierung nach und nach steigern (bitte beachte dabei unbedingt die Informationen des Herstellers), bis die Wirkung passt. Außerdem ist eine sehr feine Dosierung möglich. Benötigst du relativ viel Öl mit 5% CBD, kannst du beim nächsten Mal ein höher dosiertes Öl wählen. Manchmal reicht das fünfprozentige CBD-Öl aber auch dauerhaft aus.

Kaufempfehlung und Test

Unter den unterschiedlichen Anbietern haben wir uns die Marke Hempamed genauer angesehen. Neben der Qualität der verschiedenen Premium-Produkte (kosmetische CBD-Mundöle) erfüllt der Hersteller alle oben genannten Qualitätsmerkmale. Insbesondere sind folgende Punkte erwähnenswert:

  • Die Anbaugebiete befinden sich hauptsächlich im Allgäu in Deutschland, mit Ergänzungen aus Österreich und Holland.
  • Selbstverständlich wird der Hanf ohne belastende Pflanzenschutzmittel oder Pestizide angebaut.
  • Zur Aussaat werden qualitativ hochwertige Samen der Sorten Fedora und Futura eingesetzt.
  • Zum Einsatz kommen hochwertige Bio-Trägeröle aus dem Allgäu.
  • Der Hersteller produziert kosmetische CBD-Mundöle.
  • Die Produkte werden laufend von Instituten auf Reinheit und Qualität unabhängig überprüft. Die Zertifikate sind einsehbar.
  • Das Angebot wird auf der Webseite klar ersichtlich mit einem (auch online verfügbaren) Kundendienst ergänzt.
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Weiterführende Informationen zu Hempamed findest du auf der Webseite des Herstellers (*).

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Wir haben beim Hersteller von Hempamed CBD-Öl angefragt, die Ware kostenlos erhalten und objektiv berichtet.

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Bildquellen

  • CBD Öl und Hanf: ElRoi | Shutterstock.com
  • 5%iges CBD-Öl: Jan | Solidmind GmbH

Quellenangaben

Quellenangaben
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3 Scherma M, et al. The endogenous cannabinoid anandamide has effects on motivation and anxiety that are revealed by fatty acid amide hydrolase (FAAH) inhibition. Neuropharmacology. 2008 Jan;54(1):129-40. doi: 10.1016/j.neuropharm.2007.08.011.
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